Immer wieder die "Wölfe". 0:3 endete Alex Silvas Bundesligadebüt im Hinspiel, auch diesmal gab's was auf die Hörner: 1:3, der Verlust der Tabellenspitze. In der MOPO spricht der Brasilianer über seinen Frust - und die Hoffnung, irgendwann Wolfsburgs Torjäger Grafite beim HSV begrüßen zu dürfen.
MOPO: Wolfsburg wird wohl nicht mehr Ihr Lieblingsgegner.
Alex Silva: Vermutlich nicht. Was für ein Zufall, dass es gegen die jedes Mal so schlecht klappt. Da läuft immer alles gegen uns.
MOPO: Was macht es gegen den VfL so schwer?
Alex Silva: Das ist eine gute Mannschaft, keine Frage. Aber wir haben uns bereits im Hinspiel selbst das Leben schwergemacht. Diesmal wieder. Wir sollten dieses Spiel jetzt unbedingt als Lehrstunde sehen, um es künftig besser zu machen.
MOPO: Mal wieder im Fokus des Zorns stand Ihr Landsmann Grafite. Diesmal aber nur, weil er zwei Mal traf. Die HSV-Fans mögen ihn nicht. Wie ist Grafite wirklich?
Alex Silva: Ich kenne ihn sehr, sehr gut, denn wir haben einige Jahre in São Paulo zusammengespielt. Grafite und ich sind befreundet. Ich für mich kann nur sagen, dass ich ihn überhaupt nicht als überharten oder gewalttätigen Fußballer kenne. Das ist gar nicht seine Art, er ist ein unglaublich lieber Kerl. Man sollte ihn so einstufen, wie er ist: als einen exzellenten Stürmer, der Spiele entscheiden kann.
MOPO: Sie sprechen von Freundschaft. Wie groß ist der Wunsch, mit Grafite mal zusammen beim HSV zu spielen?
Alex Silva: Natürlich möchte ich das, es wäre großartig! So ein toller Spieler kann uns doch nur stärker machen.
MOPO: Sprechen Sie mit ihm über den HSV?
Alex Silva: Uns verbindet mehr als nur der Fußball. Deshalb reden wir über solche Dinge nicht sehr viel. Aber ich bin mir sicher, dass er weiß, was der HSV für ein großartiger Verein ist - und damit auch für ihn interessant.
MOPO: Sie spielten am Sonntag nach Demels Verletzung hinten rechts. Gab es das in Ihrer Karriere schon mal?
Alex Silva: Ein Mal, in São Paulo. Da hat man aber schnell gesehen, dass das nicht meine Position ist. Ich habe am Sonntag alles versucht, der Mannschaft zu helfen. Aber grundsätzlich ist das wohl nicht die Position, auf der man mich sehen sollte.