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Lothar Gans: "40 000 Fans wollten dabei sein"

Lothar Gans

Foto: dpa

Ohne ihn wäre der VfL Osnabrück längst in der Versenkung verschwunden: Nach dem Zweitliga-Abstieg im vergangenen Jahr hatten die Niedersachsen mit Tino Berbig, Konstantin Engel, Matthias Heidrich und Thomas Reichenberger nur noch vier Spieler zur Verfügung. Doch Manager Lothar Gans (56) stellte in Rekordgeschwindigkeit einen Top-Kader zusammen, engagierte zudem Trainer Karsten Baumann. Es läuft wie geschmiert: Der ewige Nordrivale des FC St. Pauli ist Tabellenführer der 3. Liga und wurde zum Pokalschreck für den HSV und Borussia Dortmund. Vorm Halbfinale heute in der Osnatel-Arena gegen Schalke sprach die MOPO mit dem VfL-Macher.



MOPO: Rund 17000 Fans passen ins Stadion an die Bremer Brücke, rund 9500 kommen im Schnitt zu den Heimspielen in der 3. Liga - wie viele Karten hätten Sie gegen Schalke verkaufen können?



Gans: Mindestens 40000! Bei uns im Umland gibt es sehr viele Schalke-Fans. In solchen Situationen wünscht man sich natürlich ein wesentlich größeres Stadion.



MOPO: Schalke ist sportlich höher anzusiedeln als der HSV und Dortmund - wie will der VfL trotzdem ein drittes Pokal-Wunder schaffen?



Gans: Wir sind keine Träumer, sondern krasse Außenseiter. Aber wir haben zwei Mal gezeigt, dass wir uns an großen Gegnern steigern können. Das ist unsere Chance. Ich bin sicher, dass die Jungs mit aller Leidenschaft an die Sache rangehen.



MOPO: Wie hoch wird die Einnahme für den VfL sein?



Gans: Roundabout 1,4 Millionen Euro.



MOPO: Ein schönes Sümmchen, das nicht eingeplant war. Was machen Sie damit?



Gans: Es ist leider ein Brutto-Betrag, es müssen Steuern bezahlt werden. Wir schwimmen also nicht im Geld, zumal wir aus unserer Vergangenheit auch noch Verbindlichkeiten haben.



MOPO: Dann sollte Osnabrück gleich wieder aufsteigen, denn in der 2. Liga gibt's wesentlich mehr Zaster!



Gans: So ist es. Je länger die Rückkehr dauert, desto schwieriger wird's mit dem Aufstieg. Wir werden alles dransetzen, um es zu schaffen. Die Spieler dazu haben wir: Da war schon bei der Vertragsunterschrift zu spüren, dass sie heiß darauf sind, für den VfL zu spielen.



MOPO: VfL-Stürmer Thomas Reichenberger wurde im Zuge des Manipulations verdächtigt. Es ist ruhig geworden um ihn.



Gans: Ja, er hatte damit überhaupt nichts zu tun. Der Fall ist glücklicherweise erledigt.

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Datum:  10.2.2010
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