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INTERVIEW GERARD BUTLER

»Ich habe mich gefühlt wie ein Löwe!«

Seinen Durchbruch schaffte Gerard Butler mit den Titelrollen in Wes Cravens "Dracula 2000" und der TV-Serie "Attila". Als "Phantom der Oper" in der gleichnamigen Musical-Verfilmung durfte der umgängliche Schotte nur sein halbes Gesicht zeigen. Als König Leonidas präsentiert sich der 37-Jährige in "300" nun fast nackt und muskelbepackt.



plan7: Was hat Sie an der Rolle gereizt?



Butler: Einen Film zu drehen, der dem Zuschauer mit Wucht in die Eingeweide tritt. Und einen übermenschlichen Helden zum Leben zu erwecken. Leonidas ist ja eine Killermaschine, die nur so strotzt vor Kraft und Entschlossenheit. Ein gottverdammtes Tier, eine coole Sau. Ich selbst bin überhaupt nicht cool. Ich kann nur so tun als ob. Und ich wollte unbedingt, dass man mir abkauft, ich könnte tatsächlich eine ganze Armee in diesen unmöglichen und unsinnigen Kampf führen.



plan7: Sie sollen deshalb wie ein Berserker trainiert haben ...



Butler: Ja, sieben Monate lang, knallhart, sechs Stunden am Tag. Ich wollte so stark wie möglich werden; ich wollte, dass all die athletischen Stuntleute über mich sagen: "Der Kerl ist wirklich durchgeknallt!" Dieser Testosteron-Kick war auch nötig, um Leonidas glaubwürdig zu verkörpern. Danach habe ich mich gefühlt wie ein Löwe: bereit, es mit einer Million Gegner aufzunehmen. In Wirklichkeit hätte ich wahrscheinlich nicht mal einen geschafft! (lacht)



plan7: Hatten Sie Bedenken wegen Ihres Kostüms?



Butler: O ja. So etwas kann man nur mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie tragen. In den ersten Tagen denkst du noch: "Was zum Teufel tue ich hier bloß?" Aber plötzlich wird das Outfit ein Teil deiner Rolle, und es wirkt ganz selbstverständlich, darin herumzulaufen und seinen Text zu brüllen.



plan7: War es seltsam, die ganze Zeit im Studio vor einer blauen Leinwand zu agieren?



Butler: Natürlich. Entweder denkt man sich: "Was für ein absurder Quatsch!" Oder man sieht wie ich die Vorteile dieser Technik: Ich hatte zuvor "Beowulf & Grendel" in der rauen Natur Islands gedreht, im Hurrikan und im eisigen Meer - dagegen war es ein Segen, "300" in einer Halle mit einem Dach über dem Kopf filmen zu können.



plan7: Und jetzt? Genießen Sie Ihr Image als Sex-Symbol?



Butler: Ich wünschte, ich würde mehr von diesem angeblichen Image spüren! Noch werde ich nicht auf der Straße von Frauen gejagt. Und als ich so durchtrainiert war, hatte ich gehofft, wenigstens ein paar Mädels würden versuchen, mir das Shirt vom Leib zu reißen - aber das Interesse hielt sich doch sehr in Grenzen ... (lacht)

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Datum:  5.4.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen