Das spitzbübische Grinsen ist sein Markenzeichen: Mit Filmen wie "Die Reise ins Ich", "Der große Leichtsinn" und "Great Balls of Fire" wurde Dennis Quaid zu einem der größten Stars der 80er Jahre. Nach der Scheidung von Meg Ryan und einem massiven Karriereknick erlebt er seit "The Day After Tomorrow" seinen zweiten Frühling in Hollywood. Entsprechend entspannt präsentierte er sich im MOPO-Interview.
plan7: Was gab für Sie den Ausschlag, in "G.I. Joe" mitzuspielen?
Dennis Quaid: Mein 17-jähriger Sohn. Er sagte: "Papa, das musst du machen!" Und ich mochte die Rolle - sie ist eine lustige Mischung aus James Bond, General Patton und einer naiven Variante von Hugh Hefner. Ich war auch schon nach drei Wochen fertig, während die anderen sechs Monate lang ranmussten. Ich durfte die fette Armbanduhr tragen und den einfachen Kram erledigen.
plan7: Sie drehten schon vor 25 Jahren Actionfilme. Hat sich seitdem viel geändert?
Quaid: Im Prinzip hampelt man immer noch vor einer grünen Leinwand herum. Aber heutzutage geht dabei weniger schief, und die technischen Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Was uns seinerzeit ein "Wow!" entlockt hat, würde heutzutage sehr primitiv aussehen.
plan7: Welcher Film entlockte Ihnen denn zuerst ein "Wow!"?
Quaid: "Sindbads 7. Reise". Den habe ich mit meinem großen Bruder gesehen, und die Kampfszene zwischen Sindbad und dem Skelett hat mich richtig umgehauen. Heute fände ich sie vielleicht albern. Und mein Sohn erst recht: Als ich ihm neulich den ersten "Krieg der Sterne"-Film gezeigt habe, war er ziemlich angelascht.
plan7: Ihr Sohn möchte in Ihre Fußstapfen treten. Unterstützen Sie ihn? Oder sorgen Sie sich, weil Sie die Gefahren des Berufs kennen?
Quaid: Ich habe ihn dazu ermuntert. Er ist ein begabter Schauspieler. Und ich finde, man sollte sich immer von seiner Leidenschaft leiten lassen. Es gibt doch nichts Schlimmeres, als in einem Beruf gefangen zu sein, den man nicht mag. Mir ist es nur wichtig, dass mein Sohn erst die Schule beendet und dann eine vernünftige Ausbildung macht.
plan7: Viele Schauspieler mussten sich während ihrer Ausbildung mit ziemlich schrägen Jobs über Wasser halten. Und Sie?
Quaid: Ich habe gekellnert und auf dem Bau gearbeitet. Und ich bin in meiner Heimatstadt Huston von Haustür zu Haustür gezogen und habe Bürsten verkauft. Meine Masche war simpel, aber erfolgreich: Ich habe einfach einen englischen Akzent imitiert. Das fanden die Texaner offenbar so exotisch, dass sie mir fasziniert zuhörten und am Schluss oft etwas kauften.