Nicht mehr lange, und Daniel Radcliffe muss endgültig den Zauberstab abgeben. Aber der einstige Kinderstar wird sowieso langsam zu alt für die Rolle des Hogwarts-Schülers: Demnächst feiert er einen runden Geburtstag.
plan7: Daniel, du wirst am 23. Juli 20 Jahre alt. Deine Teenagerzeit geht zu Ende. Wie fühlst du dich?
Daniel Radcliffe: Ich werde ein Jahr älter, das heißt, ich habe ein weiteres Jahr überlebt. Das ist ja schon mal gut. Aber was soll schon anders sein mit 20? Oder passiert irgendetwas Aufregendes? Wahrscheinlich haben Sie einen fantastischen 20. Geburtstag gefeiert. Ich hoffe, meiner wird halb so gut wie Ihrer. Dann wäre ich glücklich!
plan7: Was hat dir beim Drehen der "Harry Potter"-Filme am wenigsten Spaß gemacht?
Radcliffe: Quidditch! Diese Art von Mannschaftssport ist definitiv kein Vergnügen. Die Drehrbeiten für die Szenen waren ganz schön schmerzhaft. Für meinen Geschmack kommt in den Filmen viel zu viel Quidditch vor.
plan7: Die Mädchen interessieren sich mehr für Daniel Radcliffe als für Harry Potter. Schmeichelt dir das?
Radcliffe: Wenn mich Mädchen mögen, ist das natürlich fantastisch. Doch ich bin da Realist. Die Fans sehen nur einen Teil von mir: den öffentlichen Daniel auf dem roten Teppich. Und von dem fühlen sie sich angezogen. Aber es gibt auch noch einen anderen: Das ist Daniel, der in Socken und Unterwäsche mit einer Schüssel Nudeln vor dem Fernseher hockt und sich acht Stunden Kricket im Fernsehen anschaut. Ich glaube nicht, dass dieser Daniel anziehend auf Frauen wirkt.
plan7: Wirst du Harry Potter vermissen, wenn der letzte Teil endgültig abgedreht ist?
Radcliffe: Wir hatten eine fantastische Zeit zusammen. Jede Szene aus den Filmen ist mit einer bestimmten Erinnerung aus meinem Leben verbunden.
plan7: Was willst du danach machen?
Radcliffe: Ich hoffe, dass ich weiter als Schauspieler arbeiten kann. Das ist jedenfalls mein Plan. Ich möchte so lange vor der Kamera stehen wie möglich! Das Interview führte Bettina Aust