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Matt Damon: »Im Saubermachen war ich noch nie gut«

«Walk of Fame»-Sterne für Matt Damon und Jamie Foxx

plan7: Gratulation, Sie sehen sehr fit aus. Wie haben Sie es geschafft, die fast 20 Kilo wieder loszuwerden, die Sie sich für „Der Informant“ angefressen hatten?



Damon: Ich habe viel gejoggt und geboxt, wenig gegessen und mich sehr gesund ernährt. Das hat definitiv nicht so viel Spaß gemacht wie die Vorbereitung auf „Der Informant“: Da durfte ich nach Herzenslust Bier trinken und Pizza, Burger oder Kuchen futtern. Einfach herrlich! Erst als es mir plötzlich schwerfiel, die Schuhe zuzubinden, da war Schluss mit lustig.



plan7: Gibt es den Offizier wirklich, den Sie in „Green Zone“ spielen?



Damon: Ja, er heißt Richard Gonzales und war unser technischer Berater am Set. Er hat mir erzählt, dass er damals ganz heiß darauf war, Saddams Massenvernichtungswaffen im Irak zu finden und die Beweise in die CNN-Kameras zu halten. Aber als er mit seinem Team eine Fabrik stürmte, in der angeblich Waffen produziert wurden, und sich das Gebäude als harmlose Porzellanfabrik herausstellte, da wusste er: Hier ist was faul. Man hat uns belogen.



plan7: Sie haben 2009 mit „Green Zone“, „Invictus“ und „Der Informant“ drei große Filme gedreht. Wie bringen Sie Job und Familie unter einen Hut?



Damon: Ich versuche immer, meine Familie zu den Dreharbeiten mitzunehmen – so wie beim „Green Zone“-Dreh, als meine Frau schwanger war. Außerdem habe ich bei meinen Verträgen ausgehandelt, dass ich nie länger als vierzehn Tage von meiner Familie getrennt bin. Wenn ich also irgendwo mehrere Wochen drehen muss, darf ich spätestens nach zwei Wochen für ein paar Tage nach Hause.



plan7: Sie haben früher in einer WG mit Ben Affleck gelebt. Er behauptet, Sie hätten nie aufgeräumt oder geputzt. Ist das wahr?



Damon: Ja, das stimmt. Ich war leider nie gut darin, hinter mir aufzuräumen oder sauber zu machen. Keine Ahnung, warum das so ist. Meine Mutter macht sich heute große Vorwürfe, weil sie offenbar nicht streng genug mit mir war.



plan7: Und was sagt Ihre Frau dazu?



Damon: Die ist natürlich von meiner Unordnung genervt, keine Frage. Aber immerhin bringe ich manchmal den Müll raus. Und ich glaube schon, dass ich insgesamt ein guter Ehemann bin. Ich will nicht ins Detail gehen, aber ich denke, dass ich meine Schlamperei durch andere Dinge wettmache!



plan7: Sie werden dieses Jahr vierzig ...



Damon: Ja, ich weiß! Meine Frau spottet schon, sie hätte so einen alten Sack an der Backe. Wahrscheinlich ist „Green Zone“ mein letzter Action-Thriller: In Zukunft werde ich mich wohl daran gewöhnen müssen, Professoren zu spielen. Aber eigentlich war ich sowieso immer zu langsam für Action-Filme – die Kamera hat mich bloß oft schneller aussehen lassen.



plan7: Haben Sie Probleme mit dem Älterwerden?



Damon: Nein, überhaupt nicht. Sorgen würde ich mir nur machen, wenn ich Profisportler wäre. Aber sehen Sie sich doch Schauspieler wie Clint Eastwood oder Morgan Freeman an: Die bekommen auch mit 70 noch wunderbare Rollen. Also, ich glaube, es wartet noch eine Menge schöner Dinge auf mich!



Das Interview führte Marco Schmidt

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Datum:  18.3.2010
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