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So wurde Ole von Beust über den Tisch gezogen

Die Lust aufs Kochen kann manchmal verhängnisvoll sein: Bei der Rezeptsuche im Internet wäre Bürgermeister Ole von Beust (CDU) beinahe bös abgezockt worden! Das enthüllte der Senatschef, seit Mai 2007 oberster Klima-, Umwelt- und Verbraucher-Kommissar der CDU, gestern bei der Vorstellung einer neuen Verbraucherschutz-Offensive.



Zu Weihnachten sollte es im Hause von Beust ein ganz besonderes Festmahl sein: Gulasch nach mallorquinischer Art. Mit Zimt, Backpflaumen und Kürbiskernen.



Doch statt der Leckerei gab's erst mal Ärger. Beust: "Drei Tage, nachdem ich das Rezept aus dem Internet heruntergeladen hatte, bekam ich per E-Mail eine Rechnung über 30 Euro. Angeblich sollte ich mit dem Rezept gleich noch einen Vertrag über ein Zwei-Jahres-Abo abgeschlossen haben." Der Bürgermeister glaubte an einen schlechten Scherz, löschte die Mail. Doch nach ein paar Tagen kam die erste Mahnung. Und als Beust auch die ignorierte, folgte eine zweite.



Was tun? Obwohl er von Haus aus Jurist ist, wandte sich der Bürgermeister in seiner Not an die Verbraucherzentrale. Die prüfte den Fall, gab Entwarnung. Der angebliche Vertrag war nicht rechtsgültig, Beust hatte zu Recht nicht gezahlt. "Das zeigt: Auch als mündiger Verbraucher ist man im Internet-Zeitalter oft überfordert", räumt der Bürgermeister ein.



Die CDU will nun deutschlandweit Abhilfe schaffen, die Rechte der Verbraucher stärken. Neben dem Online-Handel hat die Union dabei vor allem die Telefonwerbung, Energiepreise und Fahrgastrechte bei der Bahn im Visier. Julia Klöckner, Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/ CSU-Fraktion im Bundestag: "Für Zugverspätungen ab 30 Minuten aufwärts soll es künftig eine finanzielle Entschädigung geben."

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Datum:  9.1.2008
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