Die weiß verputzten Häuschen mit 175 Wohnungen direkt gegenüber dem Rathenaupark umschließen einen üppig bewachsenen grünen Innenhof, in dem fast jeder Mieter seine eigene Parzelle hat. Im Sommer spielen hier die Kinder, die Erwachsenen ziehen mit Thermoskannen zu ihren Gärten. Das soll nun vorbei sein: Der Eigentümer, die Grundstücksgesellschaft Bergstraße (GGB), will den Innenhof zubauen. Die Anwohner befürchten die Vernichtung ihres Idylls.
"Hier wird ein historisches Denkmal ein für alle Mal zerstört", sagt Gernot Feldhusen, der seit 15 Jahren in dem 1922 errichteten Wohnquadrat wohnt. Der 66-Jährige hat zusammen mit seinen Nachbarn die "Interessengemeinschaft Pro Moltkeblock" gegründet, die sich gegen den Bau von 15 Reihenhäusern und einer Tiefgarage inmitten des grünen Hofes wehrt. Auch der Plan der GGB, die 175 Wohneinheiten des Moltkeblocks in Eigentumswohnungen umzuwandeln, stößt bei den Mietern auf Widerstand. "Viele wohnen hier schon ihr ganzes Leben und zahlen Quadratmeterpreise von sechs Euro", sagt Feldhusen. "Wir befürchten eine Verdrängung."
280 Unterschriften haben er und seine Nachbarn schon gesammelt. Außerdem haben sie es geschafft, die Bezirks-SPD auf ihre Seite zu ziehen. Heute will die Fraktion einen Antrag in die Bezirksversammlung einbringen, der die Nachverdichtung ablehnt und sich dafür einsetzt, dass das gesamte Gebäude-Ensemble unter Denkmalschutz gestellt wird. "Dann hätten wir für immer Ruhe", so Feldhusen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?