Er bat eindringlich um Unterstützung und schilderte, wie er offenbar in das Amt des Wirtschaftssenators hineingedrängt wurde. Als Ian Karan (71) gestern seinen ersten Auftritt vor Hamburger Wirtschaftsvertretern in der Handelskammer hatte, schien er die gesamte Last der vergangenen Tage von sich abschütteln zu wollen.
„Ich bin mir der Würde dieses Amtes bewusst, aber auch der Bürde. Das kann man nicht alleine bewältigen“, sagte Karan vor rund 200 Zuhörern. Deutlich wurde, dass der millionenschwere Unternehmer eigentlich nicht in das Amt strebte. „Ich möchte Ihnen schildern, wie ich in diese Suppe gelangt bin“, sagte Karan ein wenig selbstironisch.
Nachdem Ahlhaus bei ihm angefragt hatte, ob er Wirtschaftssenator werden wolle, habe er „nach reiflicher Überlegung“ eine E-Mail an Ahlhaus geschickt. In der schlug Karan „jemand Besseren als mich“ vor, nämlich Handelskammer-Präses Frank Horch. „Er ist ein eleganter Redner, viel lauter als ich, und er kennt die Materie viel besser als ich“, sagte Karan. Doch Horch wollte nach Darstellung des Unter-nehmers nicht. „Und damit hat er mir das Problem in den Schoß gelegt. Dafür noch mal vielen Dank“, sprach Karan in Richtung Horch und erntete amüsiertes Lachen.
Angesichts des ganzen Presserummels um seine Person habe er sich dann erneut mit Ahlhaus, Ole von Beust und Ex-Wirtschaftssenator Axel Gedaschko getroffen. „Dabei habe ich Herrn Gedaschko gebeten, noch ein wenig im Amt zu bleiben, bis Herr Ahlhaus jemand Besseren findet als mich“, schildert Karan bescheiden die Ereignisse.
Zu guter Letzt sei er „wirklich überrascht, dass sowohl Ole von Beust als auch Bürgermeister Ahlhaus mir diese Ehre geben und ihr Vertrauen schenken.“ Bereits beim Antritt in seiner neuen Behörde gab sich Karan redselig und sprach davon, dass er auch ein bisschen „Angst vor dieser großen Verantwortung“ habe. „Ich habe bis jetzt eine ruhige Kugel geschoben und dabei gut Geld verdient.“ Nun wird sein Leben wohl etwas hektischer. Als neuer Wirtschaftssenator will Karan den Hafen zum Schwerpunkt seiner Arbeit machen, außerdem will er die Elbvertiefung schleunigst vorantreiben.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?