Pudelmix "Jogi" hatte das Hackbällchen schon im Maul. In letzter Sekunde sagte Frauchen Daniela R. (24): "Aus! Pfui!" und der sechsjährige Rüde spuckte das Fleisch aus. Eine Untersuchung ergab: Im Hackbällchen steckten zwei Stecknadeln!
Daniela R. ist empört: "Was hätte alles passieren können! Ich frage mich, was solche Täter im Kopf haben?" Die Verkäuferin war zusammen mit ihrer Freundin Nicola Sch. (47) morgens am Hildesheimer Stieg (Niendorf) "Gassi" gegangen. Die Krankengymnastin hatte Dackelmix "Fiete" dabei. Die Frauen gingen sicherheitshalber mit beiden Tieren zum Arzt. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung: Beide Hunde hatten keinen lebensgefährlichen Köder gefressen. Am Hildesheimer Stieg wurde noch ein weiteres knapp fünf Zentimeter großes Hackbällchen entdeckt, in dem zwei drei Zentimeter lange Nadeln steckten.
Erst im Februar hatten Unbekannte an der Maria-Louisen-Straße (Winterhude) mit Glassplittern gespickte Rinderrouladen ausgelegt. Andreas Schöpflin von der für Tierquälerei zuständigen Wasserschutzpolizei: "Wir prüfen Zusammenhänge, ermitteln mit Hochdruck." In Niendorf haben die betroffenen Hundehalterinnen Warnzettel an Bäume gepinnt. Schüler der nahen Grundschule Sethweg machten sich am Hildesheimer Stieg auf die Suche nach weiteren nadelgespickten Hackstückchen, fanden aber nichts mehr.