Auch das noch. Nach Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ sollen die beiden UI-Cup-Spiele des HSV im Jahr 2005 gegen FK Pobeda Prilep unter Verdacht stehen, von Spielern des mazedonischen Klubs verschoben worden sein. Die UEFA bestritt den Bericht.
Nach ZDF-Angaben hat ein mazedonischer Wettpate erklärt, eine Wettfirma habe die beiden Spiele mit HSV-Beteiligung (zwei 4:1-Siege für die Rothosen) manipuliert und ordentlich Kasse gemacht. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auch so gegen Prilep gewonnen hätten – selbst wenn da eventuell manipuliert worden wäre“, sagte HSV-Sprecher Jörn Wolf in einer ersten Stellungnahme. Es sei aber nichts bewiesen und es habe auch noch keine Kontaktaufnahme mit der UEFA gegeben. „Wir sind nicht in der Position, Fragen zu stellen“, betonte Wolf.
Fraglich ist auch, ob das die UEFA tut. Gegen den HSV wird nicht ermittelt. Beim Verband hat man überhaupt keine Hinweise, dass Wett-Manipulationen auch Partien mit deutscher Beteiligung betreffen. „Die Disziplinarkommission untersucht nur die Partie zwischen Prilep und Pyunik“, sagte ein Sprecher. Zu dem Spiel in der ersten Quali-Runde zur Champions League 2004 hatte die UEFA am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie den Präsidenten und einen Prilep-Kicker verdächtigt.
Beim HSV gab man sich von Anfang an gelassen. Nervig allein die Tatsache, dass der Klub erneut im Zuge eines möglichen Wettskandals genannt wird. 2007 soll das Rückspiel gegen Honvéd Budapest im Fokus gestanden haben. Nach einem 0:0 im Hinspiel zog der HSV damals mit einem 4:0 in die erste Runde des UEFA-Cups ein. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ war vor der Partie viel Geld auf einen hohen Sieg des HSV gewettet worden. Die Ermittlungen aber ergaben keine Erkenntnisse.