Sie genießen die fränkische Sonne. Und lehnen sich entspannt zurück. Kein Grund zur Panik, befinden sie in Nürnberg. Der HSV sei schließlich am Zug. Und er wird nachlegen. Noch in dieser Woche dürfte den Franken ein neues Angebot für Torjäger Robert Vittek (24) auf den Tisch flattern. Das erste über fünf Millionen Euro wurde abgelehnt. Komfortabler könnte die Situation für den "Club", der keine finanziellen Zwänge hat, nicht sein. Wie viel aber kann der HSV ruhigen Gewissens für Vittek zahlen?
"Wir haben unser Interesse hinterlegt", bestätigt Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Auch der Spieler will nach Hamburg (MOPO berichtete). Das verdeutlichte er schon vor Wochen bei einem Treffen mit Trainer Thomas Doll, Klubboss Bernd Hoffmann und Beiersdorfer. Kein Zweifel, dem HSV ist es ernst mit Vittek. Was aber, wenn der FCN nicht nachgibt und auf seinen abwegigen Forderungen in zweistelliger Millionenhöhe beharrt? Mehr als acht Millionen wird der HSV auf keinen Fall zahlen. Und selbst die erscheinen für einen zwar talentierten, aber längst nicht anerkannt hochklassigen Angreifer der Marke Vittek überzogen.
Kein leichtes Unterfangen für den HSV, der ursprünglich an ganz anderen Super-Angreifern Interesse zeigte. Doch sowohl Lukas Podolski (geht zu Bayern), als auch Dirk Kuyt (bevorzugt einen Wechsel nach England oder Spanien) und Jefferson Farfàn (verlängerte in Eindhoven) waren nicht zu bekommen. Und Vittek?
Notpläne sind gefragt und liegen längst in der Schublade. "Vielleicht gibts ja auch eine Überraschung", erklärt Hoffmann. Aus England etwa werden Stimmen lauter, dass Milan Baros (Aston Villa) erneut in den Fokus des HSV rückt. Fakt ist: Der 24-Jährige wurde und wird intensiv beobachtet. Die bei Villa festgeschriebene Ablöse von 16 Millionen Euro ist durchaus verhandelbar. Bislang aber ist der Tscheche nicht mehr als eine Alternative in den Gedankenspielen der Verantwortlichen.