Huub Stevens gab sich Mühe, den Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger nicht zu groß werden zu lassen. "Die Tür steht so weit offen", erklärte der Niederländer mithilfe seiner linken Hand. "Er kann sie selber wieder öffnen. Aber er hat sie sich auch schon mehrere Male geschlossen."
Er - das ist Danijel Ljuboja. Tribünengast, wenn "sein" HSV auf "seinen" VfB trifft. Bis Sommer ist der Serbe auf Leihbasis in Hamburg, dann gehts wohl zurück nach Schwaben. Wenn auch nur kurz. "In Stuttgart wird er bei den Profis nicht mehr spielen", so VfB-Trainer Armin Veh. "Was er gerade in Hamburg macht, interessiert mich wenig. Nur sollte er sich langsam mal Gedanken machen."
Der Nationalspieler sitzt zwischen den Stühlen. Mit der Degradierung zur U23 will Stevens Ljuboja dazu bringen, vollkommen fit zu werden. "Er hat Probleme an den Adduktoren", so der Trainer. "Wir würden hier gern auf Danijels Qualitäten zurückgreifen - aber das geht nicht, wenn er verletzt ist."
Seine schlimmste Verletzung scheint in Hamburg indes nicht mehr heilbar. Sie ist seelischer Natur. Ljuboja, stolz, wie er nun mal ist, sehnt sich nach Vertrauen und Rückhalt. Ab Sommer dann. Irgendwo in Europa.