„Der Junge wird seinen Weg gehen, ganz sicher“, befindet Trainer Armin Veh. „Er ist wie ein Tiger, dem man ein Steak vor die Nase hält“, meint Mitspieler Collin Benjamin. Am Sonntag will das 18 Jahre alte Sturmjuwel aus Südkorea die „alte Dame“ Juve (HSV - Juventus, 18.30 Uhr live bei Sport 1) zum Tanz bitten – und sie schwindelig spielen.
Schon in Leck (9:0) und bei seinem Fünf-Minuten-Hattrick in Halstenbek (7:0) wusste Son zu gefallen. Und auch beim 3:3 in Split sorgte der Youngster für Aufsehen, dribbelte frisch und frei auf, vergab kurz vor dem Ende sogar die Chance zum Siegtreffer. Heute folgt mit Juventus Turin die noch größere Nummer für ihn.
So frech Son auf dem Feld auch auftritt – abseits des Platzes gibt er sich scheu. Typisch asiatisch eben. Der HSV verpasste ihm einen Maulkorb, Son soll sich nicht feiern lassen, sondern Bodenhaftung bewahren. Er nimmt es klaglos hin. Vielleicht ist es ihm auch ganz recht so. Son will tanzen, nicht sprechen. Heute mit der „alten Dame“.