Silvio Proto staunt noch immer nicht schlecht. Anderlechts Keeper hatte den besten Platz in der Nordbank Arena, als Ruud van Nistelrooy in der Vorwoche zum 2:0 traf fast von der Torauslinie, mithilfe des Pfostens. "Ich weiß noch immer nicht, wie er das gemacht hat", rätselt Proto. "Hat er vor dem Spiel vielleicht Vaseline an die Pfosten geschmiert? Normalerweise springt ein Ball wieder ins Feld, wenn er so gegen den Pfosten knallt." Doch bei van Nistelrooy ist irgendwie alles anders.
Der ohnehin schon gewaltige Respekt der Belgier vor Hamburgs Superstar ist weiter gestiegen. Lässt Bruno Labbadia seinen Giganten-Knipser aber auch im Rückspiel am Donnerstag (21.05 Uhr, LIVE-TICKER AUF MOPO.DE) von Anfang an los?
In der Vorwoche ging van Nistelrooy so richtig in die Vollen. 160 Minuten absolvierte er innerhalb von drei Tagen gegen Anderlecht (3:1) und in Leverkusen (2:4). Eine enorme Belastung für den 33-Jährigen. Das Resultat: Während seine Kollegen gestern auf den Platz marschierten, blieb Ruud als Einziger in der Kabine. Krafttraining stand auf dem Programm. "Die letzten zwei Wochen waren sehr intensiv für ihn", so Assistenz-Trainer Eddy Sözer. "Ruud sollte seine Beine mal ein wenig entlasten."
Vorsicht bleibt das oberste Gebot. Denn der nächste Doppelpack steht bevor: Drei Tage nach dem Ritt in Belgien kommt Schalke zum Bundesliga-Hit in die Arena. Und das Roulette mit Ruud ist in vollem Gange. "Es ist ein sehr schmaler Grat, ob man ihn wieder von Beginn an bringt oder nicht", weiß Sözer. "Aber er ist ein sehr wichtiger Spieler und dies ist ein sehr wichtiges Spiel. Es gibt nur dieses eine Spiel, um ins Viertelfinale zu kommen." Spricht für einen Platz in der Startelf.
Proto ist gewarnt. Und hat sich Gedanken gemacht, wie er van Nistelrooy aus der Fassung bringt: "Sollten wir 3:0 führen und Ruud verschießt dann einen Elfmeter, bekommt er von mir eine Flasche erstklassigen Wein." Schlecht nur für ihn, dass Ruud Tore lieber sind als jeder noch so edle Tropfen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?