Am Abend, direkt nach dem Spiel in Brüssel, ging es über böse Vorahnungen noch nicht hinaus. Marcell Jansen machte einen lockeren Eindruck, aber er war bereits im Hab-Acht-Modus. "Sehr schade. Ich war sehr gut im Spiel. Bei einem langen Sprint habe ich dann gemerkt, dass da was nicht stimmt", erklärte Jansen, nachdem er zur Halbzeit mit einer Sehnenreizung im rechten Knie raus musste.
Der HSV-Star: "Wir hatten während der Woche schon daran gearbeitet. Da ist aber noch ein bisschen was – ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist und ich vielleicht schon gegen Aserbaidschan wieder dabei sein kann."
Die Hoffnung erfüllte sich nicht – Jansen fällt gegen den Fußballzwerg aus, reiste bereits am Sonnabend zurück nach Hamburg. Der HSV bangt um ihn. Mit leichten Schmerzen war er in die Partie gegangen, nach nur 45 Minuten war der 24-Jährige dienstunfähig. War es überhaupt eine gute Idee, unter diesen Umständen ins Spiel zu gehen? Jansen befindet sich jedenfalls wieder im Krankenstand.
Wie schlimm ist es diesmal? Die Erstdiagnose der DFB-Ärzte wird am Montag per Kernspintomografie noch einmal überprüft. Erst dann ist absehbar, ob der linke Powermann dem HSV beim nächsten Bundesligaspiel gegen Nürnberg zur Verfügung steht oder ob es erneut eine langwierigere Angelegenheit wird.
Auf den WM-Zug war der Hamburger in allerletzter Sekunde aufgesprungen, hatte beim HSV zuvor zwei Monate lang wegen eines Syndesmosebandrisses im linken Knöchel gefehlt. Bei DFB-Doc Müller-Wohlfahrt schrillten in der Pause der Partie in Belgien sofort die Alarmglocken. "Ich wollte weiterspielen", verriet Jansen, "aber der Doc sagte: Geht nicht. Dann riskieren wir zu viel." Ob ihn die Maßnahme vor einer noch schlimmeren Verletzung bewahrt hat, wird sich zeigen.
Armin Veh hat jedenfalls ganz und gar nicht erfreut auf die vorläufige Schock-Diagnose reagiert. Jansen ist eine der absoluten Korsettstangen im Konzept des HSV-Trainers. Allzu viele Ausweichoptionen hat der Coach hinten links nicht. Sollte Jansen tatsächlich ausfallen, kann Veh nur hoffen, dass Dennis Aogo (Adduktorenprobleme) von null auf hundert startet – wenn er sich denn doch noch fürs Nürnberg-Spiel fit melden sollte.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?