Das Thema steht ziemlich weit oben auf der Agenda. Sobald Dennis Aogo in der kommenden Woche aus seinem Urlaub zurückgekehrt ist, will der HSV die Gespräche mit seinem Linksverteidiger aufnehmen. Aogo soll seinen bis 2012 laufenden Vertrag vorzeitig verlängern. Und der HSV ist gut beraten, Gas zu geben – denn mittlerweile macht Juventus Turin Ernst. Unverhohlen buhlt die "alte Dame" um den 23-Jährigen. Die Frage ist nur: Was hat Aogo vor?
Giuseppe Marotta nimmt kein Blatt vor den Mund. "Dennis Aogo ist unsere erste Option für die linke Abwehrseite", ließ der Juve-Manager nun wissen. Auch Aogos Berater Gordon Stipic bestätigt: "Dass Juventus Interesse an Dennis hat, ist nicht nur ein Gerücht – es stimmt!"
Noch in dieser Woche werden sich Stipic und Aogo zusammensetzen, um eine grundsätzliche Entscheidung über die Zukunftspläne des Nationalspielers zu treffen.
Der HSV besitzt in dem sich andeutenden Poker die besseren Karten. Bereits vor zwei Wochen betonte Aogo in der MOPO: "Ich hoffe, dass ich mich mit dem Klub auf eine längerfristige Zusammenarbeit einigen kann." Ein klares Bekenntnis. Allerdings: Der HSV müsste Aogos Gehalt (etwa 800.000 Euro) schon kräftig anheben, um das ersehnte Autogramm seines WM-Fahrers zu bekommen. "Dennis hat ja noch zwei Jahre Vertrag", bestätigt Stipic. "Wenn der HSV reden will, muss er es sagen. Dann setzen wir uns zusammen und schauen, was passiert."
2Wenn Dennis zurück ist, nehmen wir die Sache in Angriff", sagt HSV-Sportchef Bastian Reinhardt. Bis es so weit ist, wird Juve weiter am Nationalspieler baggern. Für Aogo ein willkommener Trumpf beim Feilschen mit dem HSV.