Der HSV-Trainer war in Mönchengladbach unzufrieden mit der Leistung seines Weltstars und nahm ihn vorzeitig vom Platz. Ruud van Nistelrooy war damit überhaupt nicht einverstanden und zeigte seinem Coach erst mal die kalte Schulter. Schnurtracks marschierte er nach seiner Auswechslung in der 63. Minute in die Kabine. Den Trainer würdigte er keines Blickes.
Van Nistelrooy war richtig sauer, er wollte auf dem Platz der Mannschaft helfen. Die Möglichkeit sah Labbadia allerdings nicht. Hinterher erklärte er, warum er den Niederländer (erzielte in sechs Ligaeinsätze bislang drei Tore für den HSV) vorzeitig vom Platz nahm: "Ein Trainer muss das Recht haben zu erkennen, ob jemand nicht mehr ganz frisch ist, um dann neue Impulse zu setzen. Ich habe mich gewundert, wie viele Spiele er bisher gemacht hat. Diesmal hat man ihm die fehlende Spielpraxis von der ersten Minute an angemerkt. Er war nicht spritzig und zeigte wenig Laufbereitschaft. Da mussten wir einfach handeln."
Klare Worte, die in dieser Form sicherlich überraschend kommen. Von bleibenden Schäden zwischen Coach und Stürmer will Labbadia allerdings nichts wissen. "Es ist normal, dass Spieler, die einen hohen Anspruch haben, auch mal unzufrieden sind. Emotionen gehören dazu", so der Coach zu der Reaktion seines Weltstars, der selbst lieber nicht reden wollte.