Halbfinale oder Katzenjammer? In Lüttich geht es für den HSV ab 21.05 Uhr (LIVE-TICKER AUF MOPO.DE) wieder mal um alles - oder eben um gar nichts. Wie ist die Gemütslage der Spieler vor dem belgischen Fußball-Inferno? Der Kapitän muss es wissen.
MOPO: Wie ordnen Sie die Ausgangslage ein?
Jarolim: Wir haben nur ein Ziel. In Lüttich wollen wir das Halbfinale erreichen - wie im letzten Jahr. Da wollen wir hin. Leider sind wir da im letzten Jahr ausgeschieden. Diesmal wollen wir es besser machen.
MOPO: Die letzten Ergebnisse sprechen nicht für ein stabiles Nervenkostüm.
Jarolim: Wir haben keinen guten Lauf in der Bundesliga - das ist richtig. In der Europa League ist das anders. Da haben wir uns meist gut präsentiert und vor allem für die Fans sehr attraktive Spiele abgeliefert - mit vielen Toren.
MOPO: Was erwartet den HSV in Lüttich?
Jarolim: Eine höllische Atmosphäre, noch schlimmer als in Anderlecht oder Eindhoven. Die Fans sind deren zwölfter Mann, aber damit müssen wir klarkommen und denen gleich eine kalte Dusche verpassen. Das Gegentor im Hinspiel ist natürlich unangenehm. Die Chancen stehen 50:50.
MOPO: Wie wird die Mannschaft das Spiel angehen?
Jarolim: Wir haben alles selbst in der Hand, müssen dafür sorgen, dass das Spiel sich schnell beruhigt. Ich würde uns wünschen, dass wir zu null spielen - aber nicht so wie gegen Hannover. Wenn jeder Spieler 100 Prozent bringt, sind wir besser als die. Wir fahren da hin, um dagegenzuhalten.
MOPO: Bruno Labbadia ist in die Kritik geraten. Können Sie das auf dem Platz ausblenden?
Jarolim: Da ist immer von einem Ultimatum und solchen Dingen die Rede - davon halte ich gar nichts. Im Fußball wird halt viel spekuliert. Klar ist, dass wir dem Trainer zuletzt nicht geholfen haben. Aber die Zeiten sind eben nicht immer schön, immer erfolgreich. Wir müssen einfach die Ruhe bewahren.