Für Marcell Jansen war die Grenze endgültig überschritten. Genug der Fehlentscheidungen. Als Schiedsrichter Manuel Gräfe in der 84. Minute auf Ecke für Mainz entschied, platzte dem Nationalspieler der Kragen. "Der Schiedsrichter stand gut, der Assistent auch und trotzdem wird die falsche Entscheidung getroffen", polterte der 24-Jährige und holte zur Generalkritik gegen den Mann an der Pfeife aus.
"Einige Dinge haben mich geärgert. Noveski hätte nach dem Foul an Elia Rot sehen müssen, Bancé hat Mathijsen von hinten an den Kopf geschlagen. Das war eine Tätlichkeit. Und dann am Ende die Szene vor dem Tor. Wenn wir jedes Mal nichts sagen und das einfach hinnehmen, wird bald alles gegen uns gepfiffen. Es hat nichts mit Ausreden zu tun, ich spreche das ganz bewusst an. Die Situationen waren so klar."
Jansen ist sauer. Nicht nur auf Gräfe. Auch in den Spielen zuvor hatte der HSV kein Glück mit den Schiedsrichtern. Gegen Bochum wurde ein klares Tor nicht gegeben. In Hannover gab es einen zumindest fragwürdigen Elfmeter für 96, der zum 2:2 führte. Im Heimspiel gegen Gladbach blieb der Elfer-Pfiff nach Foul an Pitroipa aus. "Es sind Kleinigkeiten, die zuletzt den Ausschlag gegeben haben", sagt Bruno Labbadia. Die Schiedsrichter gehören sicherlich dazu. Auch wenn wie zuletzt in Mainz nach einer falschen Ecke noch lange kein Gegentor fallen muss.