Er war schon am Wochenende bereit. Gegen Dortmund hat Wolfgang Hesl sich schon auf seinen Einsatz vorbereitet. Jetzt muss er ran. Jetzt darf er endlich zeigen, dass er ein Mann von Format ist. Frank Rost ist in Hamburg geblieben - die Ferse schmerzt. Hesl-Time im HSV-Tor. Der 23-Jährige erlebt heute in Guingamp seine Feuertaufe. "Ich freue mich natürlich sehr", sagt Wolle.
90 Minuten im Rückspiel gegen die Dänen aus Randers - ein Spiel ohne Bedeutung. 16 Minuten gegen Karlsruhe am 34. Spieltag der vorvergangenen Saison - eingewechselt, als es bereits 5:0 stand. Der Erfahrungsschatz des kernigen Bayern ist alles andere als reichhaltig. Im "Stade du Roudourou" wird Hesl den Beleg dafür liefern müssen, dass er vor einer aufgeheizten Meute seine Nerven im Griff behalten kann.
Hass aus 16500 Kehlen - Hesl bleibt ganz cool. Die Ersatz-Eins mit der Zwölf auf dem Rücken: "Ich bereite mich immer so vor, als würde ich spielen. Schließlich kann immer etwas passieren, und ich muss kurzfristig in die Partie."
Diesmal blieb ausreichend Zeit - auch für die geistige Vorbereitung auf 90 heiße Minuten. Ob es bei einem Intermezzo bleibt, entscheidet sich wohl erst morgen. Stammkeeper Rost ging gestern Fahrrad fahren, schonte ansonsten den lädierten Fuß (Knochenhautentzündung). Am Sonntag beim Deutschen Meister Wolfsburg will der Routinier unbedingt ins HSV-Tor zurückkehren.