Denn die Gäste, EHF-Pokalsieger und im April erneut Teilnehmer am Final Four, haben keine Zwei-Meter-Kerle im Rückraum, sondern eher flinke, wendige und schnelle Spieler, die gerne auch Kreisläufer Robert Gunnarsson in Szene setzen. "Da müssen wir sehr aktiv in der Abwehr sein, gut verschieben", gibt HSV-Trainer Martin Schwalb (46) die Marschrichtung vor. Heißt: Seine Jungs sollen eine flotte Sohle aufs Parkett legen. Olé!
Schwalb schätzt den VfL, der mit Goran Stojanovic den zweitbesten Siebenmeter-Killer (23 abgewehrte Strafwürfe in 20 Spielen) in seinem Tor stehen hat, insgesamt als "sehr gefährlich ein. Die platzen vor Selbstvertrauen". Man habe Respekt, aber natürlich keine Angst: "Keine Mannschaft der Welt macht uns Angst", so der Coach, der weiter auf Bertrand Gille (31/Fersenreizung) und Stefan Schröder (29/Handbruch) verzichten muss. Ein Comeback von Toto Jansen (33/Muskelfaserriss in der Wade) ist nicht ausgeschlossen, "aber eigentlich nicht in der Planung", so Schwalb. Das lockere Abschlusstraining machte der Nationalspieler mit.
Aber auch mit dem engen Kader wird es am Ende der 60-minütigen Tanzeinlage vermutlich in Anlehnung an den englischen Fußball-Profi Gary Lineker heißen: "Handball ist ein Spiel, bei dem 14 Spieler rumlaufen - und am Ende gewinnt (fast) immer der HSV."