Sie sind laut, sie brechen Rekorde. 10405 Zuschauer strömten in dieser Bundesliga-Saison durchschnittlich zu den Spielen des HSV Handball. So viele wie noch nie -und so viele wie in keiner anderen Arena Deutschlands. Die Anhänger sind aber nicht nur zahlreicher, sie sind auch fairer als anderswo. In Hamburg wird der Gegner nicht ausgepfiffen, nicht ausgebuht. "Wir fühlen uns wohl in dieser Halle", sagte Kiels Linksaußen Dominik Klein nach dem 33:31-Sieg am Wochenende. Sind die HSV-Fans zu brav?
"Nein", sagt Fanbetreuer Torsten Lucht. "Bei uns gibt es einen hanseatischen Stil, der eben nicht beinhaltet, dass wir gegnerische Spieler bespucken wie in Ciudad Real. So etwas sollten wir uns nicht als Vorbild nehmen." So weit allerdings muss man auch nicht reisen, um hitzigere Atmosphären zu erleben. Auch in Kiel, Flensburg oder Magdeburg geht's auf den Rängen deutlich härter zur Sache als in Hamburg. "So freundlich wie bei uns, ist's sonst nur in Balingen", sagt Lutz Hauser, Vorsitzender des Fanklubs "Störtebeker". "Bei uns hat man das Gefühl, dass wir noch eine weiße Taube fliegen lassen wollen, wenn die gegnerischen Spieler kommen."
Den Heimvorteil könne man nicht voll ausspielen. "Auch von den Spielern wurde bei einem Fantreffen angesprochen, dass sie sich eher ein Pfeifkonzert wünschen als Defense-Rufe, wenn der Gegner im Angriff ist, leider wurde das nicht eingehalten", sagt Nils Zielesniak vom Fanklub "Deep Blue Generation". "Uns fehlen naturgemäß die eingefleischten Fans", stimmt Hauser zu. "Aber das wird wachsen."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?