Er stand symbolisch für die Wiederauferstehung des HSV. Blazenko Lackovic (29) donnerte alle sechs Würfe in der ersten Halbzeit ins Tor seines Ex-Klubs Zagreb. Nach dem fabelhaften 33:29 in der Champions League warnt der Rückraumschütze die Konkurrenz vor den Hamburgern: "Wir haben jetzt wieder das richtige Selbstvertrauen und werden in den restlichen drei Monaten zeigen, wie viel Qualität in dieser Mannschaft steckt."
Durch das Comeback von Bertrand Gille (31) ist die wieder angestiegen. Auch wenn Trainer Martin Schwalb (46), der nach der Gummersbach-Pleite "nichts anderes" als diese Antwort seiner Mannschaft erwartet hat, auf die Bremse tritt: "Bobo ist erst bei 60 Prozent." Der Franzose beschreibt es so: "Ich bin auf der Suche nach dem richtigen Gefühl. Ich setze mir keine Ziele, wann ich wieder topfit sein will." Bis zum Final Four um die Champions League in Köln Ende Mai wird es hoffentlich klappen.
Da will der HSV hin, da will er die Königsklasse gewinnen. Kann er das? Zagrebs Trainer Senjanin Maglajlija (41) sagt: "Auf dem Papier sind Ciudad Real und der HSV gleich stark. Wenn die Hamburger in der K.o.-Phase noch besser in Tritt kommen, können sie es schaffen, obwohl Kiel und Ciudad die Erfahrung haben, wie man diesen Wettbewerb gewinnt."
Am Dienstagvormittag werden die Achtelfinal-Lose gezogen, der HSV tritt zunächst auswärts in Valladolid, Leon oder Kielce an. Wer darf es denn gerne sein?´Torwart Jogi Bitter (27): "Ich war noch nie in Valladolid, deshalb würde ich gerne gegen die spielen. Sportlich ist das alles gleich schwer. Zu Hause sind die drei Teams sehr gefährlich, aber alle Aufgaben wären machbar." Zumal das Spiel in Zagreb eines gezeigt hat, wie der Torwart treffend festgestellt hat und damit ins selbe Horn stößt wie Blazenko Lackovic: "Wenn es einmal bei uns läuft, sind wir nur schwer aufzuhalten."