Wenn man ehrlich ist, muss man feststellen, dass der Linkshänder nicht allzu viele herausragende Spiele für die Hamburger bestritten hat. Das hat Gründe. Sein Bruder Krzysztof, der ihm vergangene Saison eindeutig den Rang abgelaufen hatte, ist einer davon. Zurzeit ist der Jüngere jedoch verletzt. Bühne frei für den Älteren.
Marcins Erklärung für seine derzeit bestechende Form (drei Spiele, 19 Tore):"„Es ist viel leichter für mich, wenn ich Freiheiten habe. Die Position im rechten Rückraum allein ausfüllen zu müssen, ist kein Druck für mich. Das ist einfach Luxus – so schade der Ausfall meines Bruders ist."
Die vermeintliche Bürde des Alleinunterhalters erweist sich als Befreiung. Der 32-Jährige ist einer dieser Spieler, die das totale Vertrauen und die volle Rückendeckung des Trainers brauchen, um das Beste aus sich herausholen zu können. Das war beim HSV lange Zeit nicht der Fall. Jetzt ist Marcin die Nummer eins im rechten Rückraum, notgedrungen und alternativlos, aber er spielt auch wie eine.
"Großes Kompliment. Das war klasse", lobte Schwalb nach der Gala des Polen gegen den SCM. Die Worte werden Lijewski gut tun – und damit auch dem HSV Handball.