Was für eine Show! Beim 33:25 (14:15) des HSV Handball gegen Kopenhagen stachen zwei Hamburger besonders hervor: Matti Flohr (27), der "Killer", und Per Sandström (29), die "Mauer"! 3742 Fans in der Alsterdorfer Sporthalle feierten ihr Team und diese zwei ganz besonders.
Matti Flohr: Als der Linksaußen in die Kabine kam, gab's von Boss Andreas Rudolph ein Extra-Lob. Der Nationalspieler war bester Torschütze und bester Feldspieler, Siebenmeterschütze, nachdem Hans Lindberg zuvor zwei Mal patzte. "Irgendjemand muss diese Arbeit ja machen, ich wollte werfen, und Schwalbe hat mir das auch signalisiert", erzählt Matti grinsend, der zudem witzelt: "Ich bin auf dem absteigenden Ast." Denn in Dormagen hatte er bei sieben Torwürfen eine 100-prozentige Trefferquote, diesmal waren "nur" sechs seiner sieben versuche erfolgreich.
Die sensationellste Szene hatte Flohr, als er in der zweiten Halbzeit einen Ball in der Abwehr abfing, sich bedrängt von zwei Gegenspielern bis zum gegnerischen Kreis durchtankte und eiskalt wie ein Killer verwandelte. Das war pure Power, Adrenalin in Menschengestalt! Kommentar von Trainer Martin Schwalb (46): "Matti brummt, so soll er weitermachen."
Per Sandström: Nach einer schon guten ersten Halbzeit mit acht Paraden ging es für ihn auf die Bank. In der 35. Minute kam er für einen Siebenmeter wieder rein. Den parierte der Schwede, fortan blieb er im Kasten und hatte am Ende 21 Paraden zu Buche stehen. 48 Prozent der dänischen Würfe wehrte er ab. Er stand wie eine Mauer! "Die Abwehr hat es mir leicht gemacht", war "Pelle" bescheiden wie immer. Kommentar von Trainer Martin Schwalb (46): "Pelle ist gerade Selbstvertrauen pur. Es tat ihm mal ganz gut, in der Diskussion zu sein." Im vergangenen Herbst stand Sandström bekanntermaßen auf der Abschussliste. Seitdem hält er immer häufiger in Weltklasse.