Immer wieder hatte er es angekündigt, geglaubt haben es längst nicht alle: Im Herbst 2011 hört Andreas Rudolph (55) als Präsident beim HSV auf, Vize Dierk Schmäschke (52) wird sein Nachfolger (MOPO berichtete). Ein Paukenschlag. Und nun, HSV?
Obwohl Rudolph, der auch auch seinen Geschäftsführer-Posten aufgibt, Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH bleibt, ist sein Rückzug ein schwerer Schlag für den HSV. Denn: Der Unternehmer kündigte intern an, sein privates finanzielles Engagement stark zurückzufahren. Und auch das Sponsoring-Volumen mit seiner Firma GHD will er runterfahren. Seit Dezember 2004 hat Rudolph mehr als 20 Millionen Euro in den Verein gepumpt.
Ohne Rudolphs Millionen lässt sich kein so hoher Etat aufstellen, wie in den vergangenen Jahren. Offiziell wurden 7,5 oder 8,0 Millionen angegeben, in Wahrheit lag er zuletzt bei elf Millionen Euro. Sponsoren wie die Deutsche Post und germanwings haben sich verabschiedet, andere werden folgen.
Mit einem geringeren Etat aber wird es schwierig, weiter so viele Superstars zu holen. Die Zukunft des HSV als Top-Klub, der gerade die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte absolviert hat, steht auf wackeligen Beinen.