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HSV HANDBALL

36:21! Schröder krönt das Schützenfest

Schmerzen beim Aufstehen sind keine schöne Angelegenheit. Stefan Schröder hat sie sogar herbei gesehnt. Denn als Handballer Morgens aufzustehen, ohne irgendwelche Blessuren zu spüren, bedeutet, nicht gespielt zu haben. Drei Monate lang war der 29-Jährige jeden Morgen ohne Schmerzen aufgewacht, denn er hatte sich Ende der letzten Spielzeit einen Kreuzbandanriss zugezogen. Beim ersten Heimspiel dieser Saison gab der Rechtsaußen sein Comeback und setzte dem 36:21 (19:11)- Schützenfest gegen Aufsteiger Ahlen-Hamm die Krone auf.



„Das war Gänsehaut pur!“, strahlte Schröder in den Katakomben. Frenetisch war seine Einwechslung in der 46. Minute von den 7727 Zuschauern in der O2-World gefeiert worden. Vom Jubel beflügelt erzielte der Rechtsaußen, der den Sommer über hart für ein schnelle Rückkehr gearbeitet hatte, vier blitzsaubere Tore, wurde mit Sprechchören gefeiert und später von den Fans zum „Spieler des Spiels“ gewählt. Das linke Knie hielt der Belastung stand.



Angst davor, dass die Verletzung wieder aufbrechen könnte, habe er nicht verspürt. „Ich habe einfach das Hirn ausgeschaltet und nur an Handball gedacht. Jetzt freue ich mich darauf, dass mir morgen was weh tut.“

Nicht nur Schröder, auch der HSV hat sich zurück gemeldet. Drei Tage nach der bitteren Auftaktniederlage in Göppingen feierte der Vize-Meister nach einem etwas holprigen und zähen Start einen souveränen Sieg. „Der Sieg war wichtig. Auch dass wir so hoch gewonnen haben“, bekannte Torhüter Johannes Bitter. „Wir müssen jetzt weiter Gas geben und uns die Punkte in den nächsten Wochen irgendwo wieder holen.“



Trainer Martin Schwalb setzte alle 14 Spieler ein, Kapitän Pascal Hens brachte allerdings erst in der 42. Minute. „Pommes“ probierte, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Hens sucht seine Form.

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Datum:  2.9.2010
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