In der ersten Halbzeit spielt der HSV von Beginn an unkonzentriert, liegt schnell 0:3 hinten, gleicht erst nach zehn Minuten durch Bertrand Gille das erste Mal aus (5:5). Es bleibt ausgeglichen. In der 23. Minute (12:12) zeigt Trainer Martin Schwalb, den auch zahlreiche seltsame Pfiffe der Schiedsrichter in Rage bringen, vollen Einsatz. Der HSV-Trainer sprintet einem Ball, der Richtung Ausgang hüpfte, in Usain-Bolt-Manier hinterher, tosender Applaus für Schwalbe, der in der Halbzeitpause sein Team mit einem krachenden Donnerwetter in die Spur bringen will.
Die Fans werden zeitgleich von einem HSV-Fan unterhalten, der auf dem Arena-Parkett vor seiner Freundin niederkniet und ihr einen Hochzeitsantrag macht.
Nach dem Wechsel verspielen die Hamburger, eine Vier-Tore-Führung (28:24, 48.), bekommen fünf Gegentore am Stück und liegen wieder im Rückstand (54.). Am Ende vergibt Hans Lindberg zwei Siebenmeter und erst Igor Vori sorgt mit dem 34:32 52 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung. Schwalb, der Krzysztof Lijewski und Blazenko Lackovic für ihre Top-Leistungen lobte, tobte immer wieder an der Linie ob der unfassbar schlechten Schiris, kassierte kurz vor dem Ende noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Wutentbrannt und pöbelnd stapfte er aus der Arena und fluchte: „Die wollten es am Ende noch mal spannend machen, ist das gerecht?“
Tore HSV: K.Lijewski (9), Lindberg (9/6), Lackovic (5), Hens (3), Vori, Jansen, Duvjak (je 2), B. Gille, G. Gille (je 1). Strafminuten: 10:10.