Morgen (15 Uhr, live auf dsf.de) muss der HSV in Melsungen ran. Eine ganz normale Partie? Nicht für Martin Schwalb. Der Trainer feiert Jubiläum, sitzt zum 150. Mal auf der Bank der Hamburger bei einem Bundesligaspiel.
Seine Statistik: 109 Siege, 14 Unentschieden und 26 Niederlagen - 1,56 Punkte pro Partie. Welche war die schönste für den 46-Jährigen, der am 22. Oktober 2005 beim Auswärtsspiel in Wilhelmshaven sein Debüt feierte? "Als wir zum ersten Mal die großen Teams auswärts geschlagen haben. Kiel, Lemgo, die Löwen. Das waren große Momente. Lange Zeit hieß es ja, dass uns das nicht gelingt." Und das schlimmste Spiel? "Die Niederlage in der letzten Saison gegen Dormagen hat uns die ganze Saison verhagelt, das war nicht schön."
Sein Vertrag läuft bis 2011. Über eine Verlängerung wurde noch nicht gesprochen. "Ich bin mit ganzem Herzen HSV-Trainer, und Erfolg haben wir auch", sagt der Handball-Lehrer und macht damit klar, dass er gerne länger bleiben möchte. "Ich weiß, dass wir jetzt natürlich auch mal den einen oder anderen Titel holen müssen", sagt Schwalb, der 2006 den Pokal, 2007 den Europapokal, aber in den letzten beiden Jahren keine Trophäe gewann. Vielleicht klappt es dieses Jahr? "Wir haben drei Chancen, ich bin optimistisch, dass wir zumindest eine nutzen."
Boss Andreas Rudolph (54) freut sich über Schwalbs Jubiläum: "Wir sind froh, dass Martin damals zu uns gefunden hat." Ob er ihn über 2011 hinaus behalten möchte, wollte der Präsident nicht verraten: "Kein Kommentar."