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Guerrero schon Joker in Gladbach?

Paolo Guerrero

Foto: Witters

Das dezente Schmunzeln ist längst einem Staunen gewichen. Was wurde hinter vorgehaltener Hand nicht über Paolo Guerrero geschwätzt, als er vor zwei Wochen aus Peru zurückkehrte. Seine Ankündigung, am liebsten sofort wieder spielen zu wollen, wurde von niemandem ernst genommen - außer von ihm. Mittlerweile stellt sich wohl nur noch die Frage: Wann erhört Bruno Labbadia seinen Torjäger?



Guerrero hat sie wahr genommen, die Zweifel an seinen Aussagen. Und im Training geantwortet. Ein Unterschied zu seinen vermeintlich fitteren Kollegen ist sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss kaum auszumachen. "Die Leute wussten eben nicht, was ich wusste", sagt er lächelnd. "Ich fühle mich fit, mir geht es super." Schon am Sonntag in Gladbach könnte er in den Kader rutschen - wenn Labbadia es zulässt. "Der Trainer und unsere Mediziner entscheiden", sagt Guerrero. "Aber wenn es nach mir geht, könnte ich dabei sein."



Der "kleine Krieger" packt das Kriegsbeil aus. Er sagt: "Es wird am Anfang schwer für mich, ins Team zu kommen. Aber ich habe Qualitäten, die der Mannschaft jetzt helfen könnten." Unbestritten. Und er trägt einen Traum in sich: "Ich möchte in dieser Saison noch Tore schießen. Und mit dem HSV in der Europa League das schaffen, was wir letztes Jahr verpasst haben."



Wie es ab Sommer weitergeht, ist offen. Guerreros Vertrag endet, "ich werde sicher noch mit dem HSV sprechen. Aber zurzeit konzentriere ich mich auf mich." Einsätze und Tore würden allen helfen - dem Verein und ihm.



Guerrero steht in den Startlöchern. Und Erinnerungen kommen hoch. Zum Beginn seiner Bundesliga-Karriere war er vor allem als Tor-Joker bekannt, als Mann von der Bank, der Spiele entscheidet. Das wäre für den Sonntag nicht die schlechteste Option.

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Datum:  23.3.2010
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