Ausschließen kann man nichts. Und dennoch, im Vergleich zu Reisen in andere Bundesligastädte wird sich Dietmar Hopp heute in Hamburg wie in einem Erholungsurlaub fühlen. Hasstiraden gegen Hoffenheims allmächtigen Klub-Mäzen sind nicht zu erwarten - René Koch, Fan-Beauftragter des HSV, mahnt dennoch: "Der Appell an unsere Fans ist, den Fokus auf die Unterstützung unserer Mannschaft zu richten."
Hopp, zuletzt wieder vermehrt von gegnerischen Fans als "Sohn einer Hure" beleidigt, erhielt derweil Unterstützung von seinem Trainer. Ralf Rangnick forderte bei Bezahlsender sky "lebenslange Stadionverbote bis hin zu Punktabzug für die Vereine" bei künftigen Verunglimpfungen. Eine fragwürdige Forderung.
Was erwartet die Hoffenheimer heute? Vermutlich nichts anderes als Spruchbänder, die auf die kaum vorhandene Tradition des neuen Bundesliga-Riesenbabys hinweisen. In der Vorsaison stand zu lesen: "1887 - uns trennen mehr als nur zwölf Jahre". So viel dürfte dann wohl noch erlaubt sein.