Wenn's nicht läuft, wird gewechselt. Jedes Mal das gleiche Spiel. Doch nie boten sich Bruno Labbadia solch hochkarätige Optionen wie am Donnerstag gegen Eindhoven (21.05 Uhr, LIVE-TICKER AUF MOPO.DE) - für jeden Mannschaftsteil: Mit Zé Roberto, Piotr Trochowski, Jerome Boateng und Ruud van Nistelrooy werden voraussichtlich vier große Katzen auf der Bank Platz nehmen - und auf ihre Chance hoffen.
Die beste HSV-Bank aller Zeiten bietet Labbadia alle Möglichkeiten. Van Nistelrooy wird im Laufe des Spiels sicher kommen. Ähnliches ist in Sachen Zé zu erwarten. "Schön, dass er im Kader ist", meint der Trainer. Wie viele Minuten ihm nach dreimonatiger Spielpause zuzutrauen sind, weiß der Brasilianer selbst nicht. "Weil er ja noch nie so lange verletzt war", so Labbadia.
Mit einer Enttäuschung dürfte der Abend allem Anschein nach für Piotr Trochowski beginnen - auch am Mittwoch trainierte Konkurrent Robert Tesche im A-Team, "Troche" fliegt wohl aus der Startelf, Labbadia scheint der Auftritt des Nationalspielers in Stuttgart nicht gut genug gewesen zu sein. Weniger überraschend hingegen, dass Jerome Boateng nach überstandener Knöchelblessur zunächst auf die Bank muss.
Zé Robertos geniale Spielintelligenz. Trochowskis famose Schusskünste. Van Nistelrooys traumhafte Treffsicherheit. Und Boatengs gnadenlose Defensiv-Power. Vier hervorragende Optionen, die Labbadia heute in der Hinterhand hat. Klar ist aber auch: Maximal drei der Stars können gegen Eindhoven nachträglich ins Spiel kommen. Mindestens einer aber wird enttäuscht nach Hause fahren.