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Das sind Bruno Labbadias fünf Problemzonen

HSV-Trainer Bruno Labbadia

Foto: Witters

Bruno Labbadia hat noch immer Kampfgewicht. Auch gestern, an seinem 44. Geburtstag, wog der Ex-Profi 77 Kilo - wie zu seiner aktiven Zeit. Problemzonen an seinem Körper kennt der HSV-Trainer nicht. Die Problemzonen seiner Mannschaft haben derweil für einen unterdurchschnittlichen Start in die Rückrunde gesorgt. Die MOPO sagt, wo es derzeit am unangenehmsten kneift.



Die Standard-Schwäche: In Köln fiel erneut auf, was in dieser Saison zur unschönen Regelmäßigkeit geworden ist. Nach ruhenden Bällen herrscht Chaos in der Defensive. Zwei Treffer nach Freistößen - die Gegentore sechs und sieben nach Standards.



Die späten Gegentore: Schon in der Hinserie verschenkte der HSV zehn Punkte in der Schlussviertelstunde. In Köln gaben Mathijsen & Co. den sicher geglaubten Dreier in der 75. und 88. Minute aus der Hand. "Eine Sache der Konzentration", glaubt Kapitän Jarolim.



Die Chancenverwertung: "Mehr Dominanz kann man nicht ausstrahlen", lautete Labbadias Analyse nach dem 3:3. In der Vorwoche gegen Wolfsburg lieferte der HSV im zweiten Durchgang einen einzigen Sturmlauf. In beiden Fällen kam trotz drückender Überlegenheit und etlicher hochkarätiger Torchancen nur ein Remis heraus - es fehlt der Killerinstinkt.



Die Elia-Krise: In der Vorrunde war der Flitzer eine echte Waffe. Seit der Winterpause ist der 22-Jährige nicht zu gebrauchen. Nach dem ersten verpatzten Dribbling fängt er an, mit sich selbst zu hadern, traut sich nichts mehr zu und begeht haarsträubende Fehler. Der Youngster braucht 'ne Pause.



Die Abwehrmitte: Joris Mathijsen und David Rozehnal haben noch nicht zu einem harmonischen Miteinander gefunden. Gegen den Mann sind beide stark, im Aufbauspiel sind die ehrlichen Arbeiter kaum zu gebrauchen. Zudem gibt es immer wieder Abstimmungsprobleme, die zu brenzligen Situationen und Gegentoren führen.



Labbadia muss die Probleme schnell in den Griff kriegen - denn der Februar wird hammerhart. Der HSV trifft auswärts auf die Nummer zwei und die Nummer eins der Rückrunden-Tabelle (Stuttgart und Bayern) und zwischendrin daheim auf Frankfurt. Die Eintracht hat am Sonntag in Dortmund gewonnen. Viel zu tun für den akribischen Arbeiter Labbadia - er wird's anpacken.

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Datum:  9.2.2010
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