Seine Körpersprache ist anders - besser als in der Vorrunde. Marcus Berg hat sich reingefightet. Ins Team, in die Bundesliga. "Ich habe mehr Selbstvertrauen als in der Hinserie, plage mich nicht mit irgendwelchen nervigen Verletzungen herum", freut sich der Schwede. Mit einem halben Jahr Anlauf kommt Berg nun offenbar endlich ins Rollen.
Seinem Trainer gefällt, was er da sieht. "Er ist bereit an sich zu arbeiten", hat Bruno Labbadia beobachtet, "im Moment spielt er richtig gut." Natürlich lag die Messlatte nach den meist dürftigen Auftritten des schwedischen 10-Millionen-Euro-Einkaufs in der Hinserie nicht allzu hoch.
Aber Berg hat spürbar mehr Bindung zu den Kollegen - auch weil er gut zugehört hat. "Der Trainer hat viel mit mir gesprochen, mir gesagt, dass ich Bälle fordern und mehr Verantwortung fürs Spiel übernehmen muss." In Wolfsburg sah das gut aus, in Köln noch besser. Am Sonnabend beim VfB soll der nächste Schritt folgen. "Ich bin Stürmer, ich werde an Toren gemessen", stellt der 23-Jährige klar, "also will ich unbedingt schnell treffen." Möglichst schon in Stuttgart.