Armin Veh ist nicht leicht zufrieden zu stellen – sagt er selbst. Diesem Credo folgte auch seine Beurteilung von Mladen Petrics Leistung. "Ich bin zufrieden. Aber das geht noch besser", befand der Coach. Auf jeden Fall hat der 49-Jährige eine Situation mit einer Menge Unruhepotenzial elegant umschifft. Er beorderte seinen "Magier" von der ungeliebten rechten Seite direkt hinter die einzige Spitze. "Ich war positiv überrascht", verriet der Kroate.
Petric beteuerte zwar, dass er nie behauptet habe, nicht auf der Außenbahn spielen zu wollen. Und auch Veh betont: "Ich spreche nicht mit Spielern über deren Position. Ich bin der Trainer und entscheide, wo die Leute auflaufen."
Allerdings war es einigermaßen augenscheinlich, dass Petric mit seiner Rolle fremdelt. Es ist nicht sein Ding, dem gegnerischen Außenverteidiger hinterher zu toben. Zudem ist er in der Offensive leicht auszurechnen, weil er für den Abschluss seinen linken Fuß benötigt, dafür in die Mitte ziehen muss. Das wissen die Verteidiger. Petric will ab durch die Mitte. "Im Zentrum habe ich bislang die meisten Spiele in meiner Karriere gemacht. Ruud und ich haben schon in der ersten Halbzeit gut harmoniert. Das passt zusammen."
Für Paolo Guerrero, dessen leichte Grippe es dem Trainer einfacher gemacht hatte, ihn rauszulassen, ist damit eine neue Lage entstanden. Statt gemeinsam mit Petric muss er jetzt gegen den Kroaten um den Platz im offensiven Mittelfeld kämpfen. Nach seiner Chaos-Saison (Flugangst, Flaschenwurf) muss er nun um den Stammplatz bangen, den er sicher zu haben schien. Nachlassen gilt nicht – denn der Trainer ist nicht leicht zufrieden zu stellen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?