Es ist wohl alles nur eine Frage der Entfernung. Sobald der HSV die deutsche Grenze passiert, scheint er unschlagbar zu sein. Ob nun in Rumänien, in der Slowakei, in Tschechien oder zuletzt in den Niederlanden - der HSV räumt kräftig ab, vier Auswärtssiege bilden im UEFA-Cup eine blütenweiße Weste und machen ihn zu Europas Nummer eins. Kein (!) anderes Team ist auswärts derart erfolgreich, nicht einmal die Giganten aus der Champions League. Aber wehe, der HSV geht innerhalb Deutschlands auf Reisen ...
Alle fünf Saisonpleiten kassierten die Hamburger in der Fremde. Nur zwei von zehn Partien wurden gewonnen - zu wenig für einen Titelkandidaten. Da kommt der morgige Auftritt gerade recht. Der HSV bei Bayer Leverkusen. In Düsseldorf. Wer hat denn da eigentlich Heimrecht?
Seit dem Start der Rückrunde muss Bayer in die LTU-Arena ausweichen, die heimische, schmucke BayArena wird ausgebaut. Zur Premiere in Düsseldorf setzte es vor zwei Wochen ein 2:4 gegen Stuttgart. Für Martin Jol keine Überraschung. "Es ist kein Vorteil, wenn man seine Heimspiele in einem anderen Stadion spielen muss", weiß der Trainer. "Mental ist das eher wie ein Auswärtsspiel. Du spielst einfach lieber in deinen eigenen vier Wänden." Marcell Jansen ergänzt: "Dir fehlt dieses Wohnzimmergefühl. Vielleicht gewöhnt man sich irgendwann daran, aber das dauert zwei, drei Spiele."
Der HSV macht sich Mut - indem er den Ritt zu Bayer zum "halben" Heimspiel erklärt. Zu Hause klappt's nämlich bestens. 28 von möglichen 30 Punkten holten Jols Männer im Volkspark, sind damit die Nummer eins der Liga. Nun soll der neutrale Düsseldorfer Boden erobert werden. 6000 HSV-Fans wollen dabei sein und in der mit 51500 Besuchern wohl ausverkauften LTU-Arena Heimspielstimmung erzeugen.
Bayer gegen den HSV. Wer hat denn nun Heimrecht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leverkusener wirklich das Gefühl haben, zu Hause zu sein" , meint Ivica Olic. Na, dann - auf zum nächsten HSV-"Heimsieg"!
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?