Zufrieden mit dem Ergebnis, aber unzufrieden mit der Leistung und Spielweise des HSV machten sich die meisten Zuschauer nach dem 1:0-Sieg gegen Berlin am vergangenen Sonnabend auf den Heimweg. Heute (19 Uhr, LIVE-TICKER AUF MOPO.DE) kommt mit dem RSC Anderlecht der nächste Gegner in die Nordbank Arena. Ein Fußballfest darf man auch da nicht erwarten.
Es reicht ein dreckiger Sieg, um im Hinspiel gegen die Belgier den Grundstein für das Erreichen des Viertelfinals der Europa League zu legen. Toll für alle Fans: Ruud van Nistelrooy wird sein Debüt in der Startelf geben und neben Mladen Petric stürmen! Tunay Torun muss dafür auf die Bank.
„Wir wissen, dass die Zuschauer ein Spektakel sehen wollen. Aber im Moment geht es in erster Linie darum, Ergebnisse zu liefern. Wir müssen uns unabhängig von der Öffentlichkeit machen“, sagt Coach Bruno Labbadia und richtet einen dringenden Appell an die Zuschauer: „Anderlecht wird lauern und auf Konter setzen. Wir müssen geduldig sein. Da brauchen wir die Unterstützung der Fans, sonst wird es ganz schwierig.“
Besonders motiviert scheinen die Anhänger noch nicht zu sein. Bislang wurden erst 31.000 Tickets für das Match gegen den belgischen Tabellenführer verkauft. Kapitän David Jarolim hofft, dass sich das heute noch ändern wird. Schließlich hat man in der Europa League in diesem Jahr noch große Ziele. Das Finale am 12. Mai in Hamburg ist als Saison-Highlight fest eingeplant.
„Bis dahin ist es zwar noch ein langer Weg. Aber wir haben es schon im Hinterkopf“, meint Jarolim. Stürmer Mladen Petric ergänzt: „Man spürt langsam, dass es dem Ende zugeht. Das Kribbeln ist da. Ich freue mich auf die nächsten Spiele. Gegen Anderlecht sind wir der Favorit.“ Als ideale Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche wird heute ein Sieg und kein Gegentor bezeichnet – notfalls auch dreckig. So wie gegen Hertha ...