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HSV - ANDERLECHT

Boateng-Ausfall droht

Jerome Boateng

Foto: Witters

Mit dem Royal Sporting Club Anderlecht hat der HSV im Achtelfinale der Euopa-League ein ähnliches Kaliber wie den PSV Eindhoven eine Runde zuvor erwischt. In der Jupiler League unangefochten an der Tabellenspitze mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem FC Brügge, fegen die „Königlichen“ ebenso frech und unbekümmert durch die Europa League. Zuletzt wurde Spaniens Tabellensiebter Athletic Bilbao mit 4:0 gedemütigt.



Da staunte selbst HSV-Stürmer Ruud van Nistelrooy, der sich mit Real Madrid so manches Mal die Zähne an Bilbao ausgebissen hatte. „Das kann Europa nur beeindrucken“, meinte der Niederländer und ergänzte: „Anderlecht war in den letzten Jahren in den europäischen Wettbewerben weg vom Fenster. Jetzt haben sie alten Glanz aufpoliert.“ Auch Trainer Bruno Labbadia zeigt Respekt vor dem Rivalen. „Anderlecht ist sehr gut organisiert. Das wir ein sehr enges Spiel“, sagte der 44-Jährige am Mittwoch.



Endlich mehr als als nur Teilzeit-Arbeiter will van Nistelrooy sein. „Ich fühle mich gut“, sagte der Torjäger. Co-Trainer Eddy Sözer stimmte zu. „Er ist immer ein Thema“, meinte der Türke zu den Aussichten, den Niederländer in der Startelf zu sehen. Bruno Labbadia war dagegen zurückhaltend: "Fakt ist, dass wir mit der Mannschaft, mit der wir am Samstag aufgelaufen sind, auch gewonnen haben."



Insider-Kenntnisse besitzt HSV-Abwehrspieler David Rozehnal, der zwei Jahre in Belgien für den FC Brügge spielte. „Sie sind ein großes Team in Belgien. Auch international gehören sie zum elitären Kreis“, meinte Rozehnal, der vermutlich auf den verletzten Jerome Boateng an seiner Seite verzichten muss. „Bei Jerome stehen die Chancen 40:60“, sagte Labbadia. Da auch Guy Demel wegen einer Gelb-Sperre aussetzen muss, beklagt Labbadia „wenig Optionen im hinteren Bereich“.



Geradezu Wunderdinge werden über Anderlechts Stürmer Romelu Lukaku berichtet. Der 16 Jahre alte Belgier mit kongolesischer Abstammung ist mit seiner 1,90 Meter großen Zehnkämpfer-Statur ein Brecher. 16 Tore hat er bereits in Meisterschaft und Europa League in dieser Saison erzielt.



Vereine aus England, Spanien und der Bundesliga sollen ein Auge auf den Wunderknaben geworfen haben. Sein Preis derzeit: zehn Millionen Euro. „Was er in seinem Alter leistet - Hut ab!“, lobte van Nistelrooy. „Er kann bei jedem Spiel den Unterschied machen.“ Das, allerdings, sagt man auch von van Nistelrooy. (jan/dpa)

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Datum:  10.3.2010
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