Umstrittene Bonuszahlungen an gierige Manager, Milliarden-Zuschüsse aus der Staatskasse und die Befürchtung, das Ende der Fahnenstange sei längst noch nicht erreicht: Das Thema HSH Nordbank lockte gestern rund 300 Zuhörer ins Hotel Elysee. Auf Einladung der Hamburger FDP diskutierten Ex-Wirtschaftsminister Werner Marnette (FOTO, CDU), der Rechtsanwalt Gerhard Strate sowie der FDP-Bundestagabgeordnete Burkhard Müller-Sönksen – sie warnten angesichts des Desasters vor einer Zahlungsunfähigkeit Hamburgs.
Strate, der gegen Vorstand und Aufsichtsräte der HSH Strafanzeige wegen Untreue gestellt hat, betonte, es sei „völlig unsicher, ob in sechs Monaten Gehälter und Pensionen in dieser Stadt gezahlt werden können.“ Flankiert wurde seine Theorie von Marnette, der glaubt, dass weitere milliardenschwere Finanzspritzen der Länder nötig sein werden. Der Ex-Minister sprach von einer „Vernebelungspolitik“ in Sachen HSH und forderte die Einsetzung eines Expertenteams, um eine schonungslose Bestandsaufnahme zu ermöglichen. „Das Wissen, wo die Probleme sind, liegt vor. Es wird nur weiter vertuscht“, so Marnette. Es müsse nun auf den Tisch „wie grausam die Wahrheit ist“ und ob die Risiken bei 40 bis 50 Milliarden Euro liegen oder bei sechs.
In Sachen Aufklärung sieht Strate gute Erfolgsaussichten, wenn der PUA in Hamburg seine Arbeit aufnimmt. „Es gibt nach deutschem Recht kein Bankgeheimnis. Wir sind nicht in der Schweiz. Der PUA kann alle Unterlagen anfordern“, so der Anwalt.
Bezüglich der Bonuszahlung an HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher waren sich alle einig: Ein völlig unverständlicher Vorgang. Marnette sprach sich sogar dafür aus, Nonnenmacher fristlos zu kündigen. Und Müller-Sönksen stellte folgende Vermutung auf, wie es zu der Vereinbarung dieser Sonderzahlung kam: „Herr Nonnenmacher kennt alle Schweinereien, die zu dieser Katastrophe geführt haben. Und der Senat hat ihm Geld gegeben.“ Schweigegeld? „Zu dieser Frage schweige ich“, so Müller-Sönksen auf Nachfrage.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?