Neu-Coach Bruno Labbadia wird es wohl mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen haben, als Renate Lingor am Sonnabend Düsseldorf gegen den HSV als Erstrundenpaarung des DFB-Pokals aus der Lostrommel zog. Ausgerechnet Düsseldorf. Bruno muss zurück in die Hölle. Zurück an jenen Ort, wo er in der letzten Bundesligarückrunde mit Leverkusen kaum ein Bein auf den Boden bekam.
Mit einem Sieg, vier Remis und drei Pleiten holte Labbadia mit Leverkusen (musste wegen des Stadion-Umbaus umziehen) in der LTU-Arena nur sieben Punkte. Als Quittung gab es den Absturz auf Platz neun, die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb wurde verpasst.
Nun die Rückkehr mit dem HSV. Ein Selbstgänger wird es beim Zweitliga-Aufsteiger nicht. Von einem "sehr attraktiven Gegner", sprach HSV-Boss Bernd Hoffmann. Für Kapitän David Jarolim reicht als Anreiz die Pokalhalbfinalteilnahme des HSV aus der letzten Saison. "Wir haben gesehen, wie viel Spaß der Pokal machen kann, da wollen wir anknüpfen. Die Fortuna hat ein sehr schönes Stadion. Da dürfen wir uns gleich auf echte Pokalstimmung freuen."
Gut möglich, dass es sogar ausverkauft wird (51500 Plätze). "Schon wenige Minuten nach der Auslosung gingen die ersten Kartenbestellungen ein", freute sich Düsseldorf-Coach Norbert Meier, der von "einem tollen Los" sprach. Labbadia dürfte es anders sehen. Hoffnung macht nur: Die Pokalspiele hat er in Düsseldorf alle gewonnen.