Die Story: Der mörderische Moralapostel Jigsaw segnete bekanntlich bereits in Folge III das Zeitliche. Doch sein sadistischer Geist lebt fort. Er steckt, wie wir seit "Saw IV" wissen, in Detective Hoffman. Der hat nun fünf Menschen in seiner Gewalt, die alle etwas auf dem Kerbholz haben und die er blutig Mores lehren will. Dazu hetzt er sie durch diverse Kammern des Schreckens, in denen einer nach dem anderen grausig ablebt, weil sich alle als teamunfähig erweisen. Währenddessen versucht FBI-Agent Strahm, den ihm verdächtigen Hoffman auf eigene Faust zu überführen.
Die Schauspieler: Costas Mandylor bleibt blass als Nachfolger von Tobin Bell, der seine morbide Jigsaw-Aura immerhin noch in einigen Rückblenden ausstrahlen darf. In denen wird beleuchtet, wie Detective Hoffman zum Jigsaw-Jünger wurde. Kaum Profil gewinnt auch Scott Patterson in der Rolle des FBI-Mannes Strahm. Ganz zu schweigen von den Darstellern der durch und durch unsympathischen Opfer, die alle bloß Futter für die Folterfallen sind.
Der Regisseur: David Hackl fungierte bei den Teilen I bis IV als Ausstatter und war als solcher maßgeblich an den Entwürfen für die "Saw"-typischen Foltergerätschaften beteiligt. Er macht seinen neuen Job nicht schlecht, gibt der Horrorreihe allerdings auch keine neuen Impulse. Den Fans wird's wohl egal sein. Denn nach wie vor wird kreativ gestorben - wenn auch nicht mehr auf ganz so drastische Weise wie zuletzt. Zudem hat die Story wieder mehr Gewicht als bei den drei vorausgegangenen Episoden. So sind etwa nicht nur die einzelnen Handlungsstränge einigermaßen elegant miteinander verbunden, es werden auch die Weichen für die wohl unvermeidliche Fortsetzung der Saga geschickt gestellt.
Fazit: Solide B-Horrorware