Stille und Dunkelheit zu Beginn von Boris Blachers Kammeroper "Die Flut", eine Inszenierung der Regiestudentin Sabine Kuhnert im Forum der Hochschule für Musik und Theater. Nach Minuten erst erwachen die Schatten am Boden zum Leben. Ein Bankier, seine Frau und ein Mann lassen sich von einem Fischer zu einem Schiffswrack übersetzen. Die Flut kommt. Man sitzt fest. Der Ausflug entwickelt sich zur Bewährungsprobe.
Die Sänger Nicole Hoff, Andreas Preuß, Thomas Franke und Till Bleckwedel überzeugen mit kräftigen Stimmen und engagiertem Spiel. Die forcierte Rhythmik und jazzigen Harmonien des Sandbank-Ensembles unter der Leitung von Christoph Rolfes erinnern an Strawinsky und Bernstein, bilden das Fundament für die glasklaren Gesangslinien des Mendelssohnchors und dessen stimmungsvolle Choreografie.
Der Regieeinfall, jeder Figur ein Double an die Seite zu stellen, bringt eine weitere Bedeutungsebene ins Spiel. So kommentieren die Schauspieler die Handlungen ihres jeweiligen Sänger-Pendants mit Gebärden und eingestreuten Textfragmenten. Eine schöne Idee, nur leider dürftig umgesetzt, bleiben die Bezüge zur Handlung doch oft rätselhaft und verlieren sich in leeren Gesten. Begeistert hat uns diese kurzweilige und bildreiche Inszenierung eines fast vergessenen Werks dennoch.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?