Das lästige Gefummel nach Kleingeld am Parkautomaten - Schluss damit. Heute hat in Hamburg das Handy-Parken Premiere. Wer will, kann an allen 623 Parkautomaten die Gebühr per Mobiltelefon begleichen. Nach Köln ist Hamburg die zweite Großstadt mit diesem System. Die wichtigsten Fragen und Antworten:
- Parkgebühren per Handy bezahlen, was bringt das? Die Suche nach Kleingeld entfällt, die Abrechnung erfolgt pro Minute und ist deshalb genauer. Und: Niemand muss mehr im Voraus abschätzen, wie lange er parken wird.
- Wie funktioniert es? Die Nutzer registrieren sich einmalig unter www.mobil-par ken.de. Sie bekommen eine Vignette, die hinter die Windschutzscheibe gelegt wird und den Fahrer als Handy-Parker ausweist. Ist ein Parkplatz gefunden, gibt der Fahrer seinem Anbieter die Nummer des Parkautomaten durch. Bevor er ausparkt, meldet er sich ab.
- Und wie erfolgt die Abrechnung? Die Stadt ist in drei Tarifzonen unterteilt. Die Innenstadt ist die teuerste, für einen Cent kann man dort 18 Sekunden parken (ein Euro für 30 Minuten). Die Rechnung kommt monatlich. Neben der Parkkosten wird eine Servicegebühr fällig, die je nach Anbieter unterschiedlich ist (etwa 10 bis 18 Cent pro Parkvorgang). Es gibt sieben Anbieter.
- Kann man trotzdem weiter mit Münzen bezahlen? Ja.
- Wie viele Fahrer werden das neuen System anwenden? Die Stadtentwicklungsbehörde hofft auf zehn Prozent. In Köln, wo es das System seit Februar gibt, sind es noch weniger als ein Prozent.
- Kosten für das Projekt? Die Geräteumrüstung der Park-Kontrolleure hat 300000 Euro gekostet.
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