Es waren bange Stunden für die Eltern Jay und Amanda Tanapakion. Denn sie wussten: Mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn bis 20 Prozent würde ihr Sohn, der im Dezember mit einem Notfalltransport von der Insel im Indischen Ozean nach Hamburg gebracht worden war, den gefährlichen Eingriff nicht überleben.
Acht Stunden lang - und damit zwei Stunden länger als geplant - operierte das Team um Dr. Ali Dodge-Khatami, Leiter des Kinderherzzentrums, an Neils winzigem Körper, um den schweren Herzfehler des Jungen zu beheben. Die Hauptschlagader wurde dauerhaft rekonstruiert und die Blutversorgung der Lunge sichergestellt.
"Die OP ist gut verlaufen", so Silvia Kuhlmann vom Deutschen Kinderzentrum für herz- und krebskranke Kinder, das die 65500 Euro teure Behandlung Neils, die sich die Familie Tanapakion niemals leisten könnte, finanziert. Man müsse aber das Wochenende abwarten, um zu sehen, ob Neils Kreislauf sich auf die neue Versorgung umstellt.
(ng)