Ein Lichtblick in Zeiten von Finanzkrise und Rezessionsangst: Der Ölpreis ist rapide gesunken - und mit ihm befinden sich auch die Kosten für Heizöl pünktlich zur kalten Jahreszeit im freien Fall. Wer zum jetzigen Preis von etwa 73 Euro pro 100 Liter seinen Tank auffüllt, kann im Vergleich zum Sommer bis zu 800 Euro sparen. Die MOPO zeigt, was beim Kauf zu beachten ist und wie Sie im Winter so wenig Geld wie möglich verheizen.
- Preisvergleich
Einige Heizöllieferanten geben den gefallenen Ölpreis deutlich schneller an die Kunden weiter als andere. Deshalb: sorgsam die verschiedenen Anbieter vergleichen! Eine tagesaktuelle Übersicht für einzelne Regionen findet sich im Internet u. a. bei www.fastenergy.de, www.moneten fuchs.de oder www.esyoil.de.
- Sammelbestellungen
Je mehr Heizöl auf einmal bestellt wird, desto geringer auch der Preis. Verbraucherschützer raten deshalb, sich mit den Nachbarn abzusprechen und Sammelbestellungen zu tätigen. Aber: Wer für alle bestellt muss mit seinem eigenen Geld haften, wenn ein Nachbar doch noch abspringt oder nicht zahlen kann. Einen praktischen Service bietet auch die Internetseite www.heizoelpool.de an: Dort können Verbraucher ihre gewünschte Menge Heizöl und ihre Postleitzahl eintragen - gehen genug Bestellungen aus der gleichen Region ein, wird dann die gemeinsame Menge automatisch bei einem günstigen Anbieter bestellt. Der Dienst ist kostenlos und bringt weitere drei bis fünf Prozent Ersparnis.
- Wartezeiten
"Wir bräuchten drei Mal so viele Tankwagen, wie wir zur Verfügung haben", beschreibt der Heizöllieferant AKR Brennstoffe die aktuelle Nachfrage. Verbraucher müssen sich auf eine Wartezeit von fünf bis acht Wochen einstellen, bevor ihr bestelltes Gut geliefert wird - der Preis richtet sich allerdings nach dem Zeitpunkt der Bestellung. Da die Talfahrt des Ölpreises bald beendet sein dürfte (siehe Info unten), sollte trotz des großen Andrangs jetzt bestellt werden.
- Hausverwalter
Für Besitzer von Wohnungseigentum sind meist Hausverwalter für das Auffüllen der Heizöltanks zuständig. Diese sind dabei verpflichtet, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen und den günstigsten Lieferanten zu wählen. "Wohnungseigentümer haben einen Anspruch auf eine wirtschaftliche Verwaltung ihres Eigentums", erklärt Verbraucherschützerin Gabriele Heinrich. Hier gilt es für Eigentümer, den vom Hausverwalter gewählten Anbietern mit anderen Lieferanten zu vergleichen und auf günstigere Anbieter hinzuweisen.
- Vorsicht!
Auch bei der Lieferung des Heizöls ist Vorsicht geboten: Beim Einschalten der Pumpe muss das Zählwerk auf null stehen - nur so ist sicher, dass die später abgerechnete Heizölmenge auch wirklich im Tank gelandet ist. Während der Zähler läuft, muss im Sichtfenster des Tanks immer Heizöl und kein Schaum zu sehen sein. Zum Schluss sollten Sie die Zählerstände notieren und den Lieferschein in Ihrem Beisein ausdrucken lassen. Stimmt etwas nicht, sollten Sie den Fehler an Ort und Stelle reklamieren und den Lieferschein auf keinen Fall unterschreiben.
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