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HEINER SCHUHMANN: Er hat Bernd Schuster entdeckt - und Meggle!

Wenn Thomas Meggle am Sonntag mit dem FC St. Pauli gegen den FC Augsburg spielt, dann wird er direkt mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In der A-Jugend des FCA kam er groß heraus. Die MOPO spürte seinen Entdecker auf: Heiner Schuhmann, mittlerweile seit vier Jahren Scout von Borussia Dortmund.



Unglaublich, wer alles durch seine "Schule" gegangen ist. Selbst ein Weltstar wie Bernd Schuster, jetzt Trainer von Real Madrid, gehörte zu seinen Zöglingen. Aber auch Weltmeister Kalle Riedle sowie die Ex-Profis Christian Hochstätter, Armin Veh (beide Gladbach), Raimond Aumann, Roland Grahammer oder Dieter Frey (alle FC Bayern) wurden von Schuhmann geprägt.



25 Jahre lang trainierte der die Augsburger A-Jugend. "Wir waren über viele Jahre die Nummer eins in der Region - noch vor den Bayern", erzählt Schuhmann stolz. An Meggle erinnert er sich gern: "Ich habe ihn von 1860 München geholt. Mit Thomas sind wir 1993 Deutscher Meister geworden. Beim 3:1 im Finale vor 15000 Zuschauern hat er ein Tor beigesteuert."



Über "Meggis" Fähigkeiten sagt Schuhmann: "Der Hund konnte fast alles spielen. Zuerst war er bei mir Verteidiger, später im Mittelfeld. Aber auch im Sturm war er zu gebrauchen." Die Erklärung: "Er war schnell, hatte eine gute Sprungkraft und Technik."



Seinen ehemaligen Spieler hat er zuletzt bei St. Paulis 1:2 bei 1860 München gesehen: "Da haben mir er und seine Hamburger viel Spaß gemacht." Meggle ist Schuhmann sehr dankbar für das, was er ihm beigebracht hat: "Er war sehr menschlich. Aber er ist uns auch mit der nötigen Härte begegnet." Schuhmann bestätigt das: "Die Jungs konnten mit allen Problemen zu mir kommen. Aber dafür habe ich ihnen umgekehrt auch stets alles abverlangt."



Schuhmann ist nicht nur für seine Talentförderung, sondern auch für seine Ehrlichkeit bekannt. Sein "Vorwurf" an Meggle: "Thomas hätte viel mehr erreichen, bei einem Top-Bundesligisten spielen können - wenn er zielbewusster gewesen wäre." St. Pauli ist auf jeden Fall froh, dass "Meggi" jetzt am Millerntor ist. Der 32-Jährige Mittelfeldmann ist einer der wichtigsten Akteure im Kampf um den Klassenerhalt. Übermorgen will er seinem Ausbildungs-Klub zeigen, was er in der Zwischenzeit so alles dazugelernt hat.

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