Am Sonnabend gegen Nürnberg ist Heiko Westermann fest gesetzt -natürlich! Kapitän, Abwehrchef, als Zugang gleich einer der Köpfe der Mannschaft. Bei Jogi Löw war der 26-jährige Franke in Belgien und gegen Aserbaidschan nur Lückenbüßer -noch. "Natürlich hätte ich gern von Anfang an gespielt", sagt Westermann. Geduld war gefragt -doch jetzt will er angreifen. Und je öfter das Bollwerk beim HSV steht, desto stärker punktet er auch bei Löw.
"Der Trainer weiß, dass er immer auf mich setzen kann", erklärte Westermann nach seinem dritten Tor im 21. Länderspiel. Alles in Butter für den Ex-Schalker -weil er im Sommer die Weichen stellte. "Ich habe mit dem Wechsel zum HSV die absolut richtige Entscheidung getroffen", lässt er wissen. "Für meine persönliche Entwicklung war es genau das Richtige." Hier ist er im Abwehrzentrum gesetzt, muss nicht (wie auf Schalke) den Allrounder geben. "Ich konnte ihm das garantieren", erklärt Trainer Armin Veh -und sieht sein Vertrauen schon jetzt gerechtfertigt: "Heiko ist Profi durch und durch. Er arbeitet. Und redet keinen Blödsinn."
So soll es weitergehen. Im Abwehrzentrum "will ich künftig auch in der Nationalelf spielen", betont Westermann. Das nächste Bewerbungsschreiben für den festen Platz in Löws Stammelf soll gegen Nürnberg folgen. Die Voraussetzungen sind bestens, denn der Ex-Fürther Westermann hat eine glänzende Bilanz gegen seinen alten fränkischen Rivalen vorzuweisen: "Gegen die habe ich noch nie verloren!"