Hauptschüler, die in Hamburg einen Ausbildungsplatz suchen, haben kein leichtes Spiel. Die Produktionsschule Altona lud vor diesem Hintergrund und unter dem Motto "Für das Leben lernen wir - oder für die Arbeitslosigkeit?" gestern zu einer Diskussionsrunde mit Hamburger Politikern. Die Schüler löcherten die Experten mit jeder Menge Fragen.
Ihab Taha (22) machte gleich zu Beginn seinem Ärger Luft: "Wie kommt es, dass ich für eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann beim "Toom Markt" mindestens einen Realschulabschluss brauche?" Wenn selbst dort nur Realschüler oder Abiturienten genommen würden, gäbe es für Hauptschüler bald kaum noch Chancen.
Auch die 16-jährige Tülay Yesilyurt ist frustriert: "Es ist toll, dass ich hier meinen Abschluss machen kann, aber was kommt dann?" Und Lutz Meinert (18) sprach fast allen Anwesenden aus der Seele, als er fragte: "Was wollt ihr genau tun, damit es auch für uns Hauptschüler mehr Ausbildungsplätze gibt?"
Olaf Scholz (SPD) gab sich angesichts der Situation der Hauptschüler verständnisvoll: "Die Betriebe haben eine Ausbildungsverpflichtung, der sie in den vergangenen Jahren gerade in Hinblick auf die Hauptschüler nicht genügend nachgekommen sind. Das müssen wir ändern." Marcus Weinberg (CDU) betonte, dass Hauptschüler schon während der Schulzeit mehr Praxisbezug bräuchten. "Da ist bisher zu wenig zusammengearbeitet worden."
Laut Bundesagentur für Arbeit suchen im Moment noch rund 500 ehemalige Hauptschüler nach einem Ausbildungsplatz in Hamburg.
Machte seinem Ärger Luft: Schüler Ihab Taha (22)
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?