Ihre Anlageberater hatten nicht nur Papiere der US-Pleitebank Lehman Brothers verkauft, sondern auch ein Zertifikat der Schweizer Bank UBS - das jetzt ebenfalls praktisch nichts mehr wert ist. Nur "sehr wenige" Kunden seien betroffen, so die Haspa. Die Verbraucherzentrale dagegen spricht von einer "großen Zahl" von Geschädigten.
Verbraucherschützerin Gabriele Schmitz greift die Haspa scharf an: "In einigen Fällen war die Anlageberatung völlig unzureichend." Die Haspa habe das fragliche Papier "UBS Stars Express" mit dem Argument verkauft, dass es auf zehn soliden Dax-Werten basiere. Darunter befand sich auch die Hypo Real Estate. Als dieses Unternehmen im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht wurde, zog die UBS-Bank die Reißleine und kündigte die Zertifikate vorzeitig. Pro Anteil erhalten die Kunden jetzt noch 2,62 Euro - gekauft hatten sie bei einem Kurs von 101 Euro.
Haspa-Sprecher Rainer Wünsche: "Unsere Anlageberater haben selbstverständlich über Chancen und Risiken aufgeklärt. 2007 konnte niemand mit der Wirtschaftskrise rechnen, die uns 2008 ereilte."
Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass einige Kunden mit 50 Prozent des Verlusts entschädigt werden, andere aber gar nichts bekommen. Wünsche dazu: "Es ist richtig, dass wir uns mit einigen Kunden bereits auf dem Kulanzwege geeinigt haben."